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„Großstadtgesichter“ in Holm : Das gibt es bei „ars secumaris“ zu entdecken

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Bei Bernhardt Apparatebau werden bis Januar 2018 Arbeiten von Sigrun Roemmling und Ute Bresch gezeigt.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Holm | Es waren genau 2160 Tage seit ihrer Bewerbung für eine Ausstellung bei „ars secumaris“ vergangen, bis die beiden Malerinnen Sigrun Roemmling und Ute Bresch von Seniorchef Ulrich Bernhardt in der gläsernen Ausstellungshalle der Firma Bernhardt Apparatebau in Holm herzlich zu ihrer Vernissage unter dem Motto „Großstadtgesichter“ begrüßt werden konnten. Auch wenn sechs Jahre Wartezeit lang erscheinen mögen, andere nachfolgende Bewerber müssen sich sogar bis 2032 gedulden. Der Brückenschlag zwischen Kunst und Wirtschaft zeigt sich hier als sehr fruchtbar.

Umso größer war die Freude für die Künstlerinnen, die beide unter anderem bei der Gründerin des Kunsthauses Schenefeld Marianne Elliott-Schnitz Unterricht nahmen und inzwischen dort auch selber als Dozentinnen tätig sind, endlich ihre über Jahre entstandenen Werke zeigen durften. Nach den einführenden Worten Bernhardts, der sich ganz besonders über die „vielen gelungenen Gesichter“ auf den Bildern freute, stellten Roemmling und Bresch ihre insgesamt 133 Bilder – meist in den Grundfarben Blau, Rot und Gelb in Acryl- und Öltechnik mit Formaten von 20 mal 20 bis 150 mal 100 Zentimeter – vor.

Eine gewisse Seelenverwandtschaft

Abwechselnd erzählten die Künstlerinnen, die im harmonischen Miteinander diese große Ausstellung auf die Beine gestellt hatten und sogar in ihren Bildern eine gewisse Seelenverwandtschaft zeigen, über ihre Intentionen zum Thema Großstadt und der Idee, den Metropolen „Gesichter“ zu geben. So hätten sie ganz besonders die „Gegensätze von groß, laut und bunt, aber auch still oder leise fasziniert“, so Bresch. Als echte Hamburger Deern fühlt sie sich magisch von dem architektonischem Nebeneinander von alt und neu angelockt und bewegt.

Die Malerinnen Sigrun Roemmling (l.) und Ute Bresch freuen sich mit Gastgeber Ulrich Bernhardt über die gute Resonanz.
Die Malerinnen Sigrun Roemmling (l.) und Ute Bresch freuen sich mit Gastgeber Ulrich Bernhardt über die gute Resonanz. Foto: Kirsten Heer
 

Auf die gebürtige Hessin Roemmling üben das Licht der Hafenstadt, die Spiegelungen im Wasser und das Glitzern der Großstadtlichter einen ganz besonderen Reiz aus. Mit Leidenschaft sprach die Malerin über die je nach Tages- und Jahreszeiten fahlen bis nebulösen, von trüben bis leuchtend oder gerade noch wahrnehmbar bis neonfunkelnden Lichter Hamburgs. So sind auch ihre Motive oft der Hafen in allen Schattierungen, der Michel oder sich in Pfützen spiegelnde Gummistiefel. Bresch richtete ihren Blick auf die ganz alltäglichen Situationen der Menschen in den Städten. Ihre Vorliebe für ein frohes Farbspiel zeigt sich in ihren Bildern. Musikalisch wurde die Vernissage mit Gesang wunderbar von der Pianistin und Komponistin Marie-Luise Bolte begleitet.

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