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Wedel : Das Freiwilligen Forum feiert Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Organisation arbeitet seit 20 Jahren in Wedel. Aktuell gibt es 65 aktive Ehrenamtliche im Team – acht davon sind Gründungsmitglieder.

Wedel | „Diejenigen, die damals beteiligt waren, wurden die Basis unseres Forums“, erinnerte sich Maritta Henke aus dem Koordinationsteam des Freiwilligen Forums Wedel anlässlich der Feier zum 20-jährigen Bestehen an den 6. Dezember 1995. 51 Wedeler waren damals in die Risthütte gekommen, um sich über die Idee des Freiwilligen Forums zu informieren. „Kurze Zeit später sind 30 auch wirklich aktiv geworden“, sagte Henke.

Aktuell seien 65 Ehrenamtliche aktiv – acht davon gehörten zu den Gründungsmitgliedern. 13 sind 15 Jahre und länger aktiv. „Die Anzahl der Stunden und Menschen, die wir durch unsere Arbeit erreicht haben, haben wir nicht ermittelt. Es waren aber eine ganze Menge Stunden und Menschen“, sagte Henke und blickte auf ihr eigenes Engagement: „20 Jahre sind eine ganz schön lange Zeit, wie ich finde. Es ist ein Drittel meiner Lebenszeit, die ich in der ehrenamtlichen Arbeit aktiv bin.“ Als erste Gruppe sei die „Förderung sozialer Kontakte“ im Februar 1996 aktiv geworden. Im Mai desselben Jahres folgte das Sonntagnachmittagscafé. Die Nachbarschaftshilfe, die Märchenvorlesegruppe, das Erzählcafé, die Bücherwürmer, die derzeit eine der stärksten Gruppen sei, Handarbeitsgruppen und andere Angebote kamen hinzu. „Es ist uns auch immer gelungen, trotz Wechseln im Koordinationsteam ein funktionierendes Leitungsteam zu haben“, bilanzierte Henke. Sie dankte den Mitgliedern für das seit 20 Jahren andauernde Engagement: „Durch Ihren Einsatz war es möglich, dass das Forum seit 20 Jahren erfolgreiche Arbeit leistet.“

„Viele dachten bei Ehrenamt an Kuchen backen und Kaffee kochen. Das sind selbstverständlich wichtige Tätigkeiten, sonst säßen wir bei vielen Empfängen auf dem Trockenen. Aber das wäre eine Reduzierung der Ehrenamtlichen auf die Bedienung“, erinnerte Probst Thomas Drope vom Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein an das Umdenken in den 1990er Jahren. Die ehrenamtlichen Dienste würden heute das soziale Netz bilden, von dem alle profitierten. „Im Freiwilligen schwingt das Selbstverständnis mit, etwas zu tun, aber auch etwas zu lassen. Sie selbst entscheiden, wo und wie Sie sich einbringen wollen“, betonte Drope. Besonders freue ihn, das das Freiwilligen Forum aus der Initiative hervorgegangen sei, Schlafplätze für den Kirchentag in Hamburg zu finden: „Es ist schön, wenn der Kirchentag so etwas auslöst.“

Doch neben den Ehrenamtlichen, die helfen, seien auch diejenigen notwendig, die Hilfe annehmen. „Es gehört menschliche Größe dazu, sich helfen zu lassen. Es fällt oft schwer zu sagen, dass man Hilfe braucht“, betonte Drope. Es sei aber ein wichtiger Schritt, über diese Schwelle zu gehen. „Ohne ihre freiwilligen Leistungen würde vieles nicht laufen – oder sehr viel langsamer. Ohne Ehrenamtliches Engagement – gerade in der heutigen Zeit – würde vieles stillstehen und die Gesellschaft nicht funktionieren“, bilanzierte Drope. Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) würdigte ebenfalls den Einsatz des Forums für die Stadt Wedel.

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erstellt am 17.Feb.2016 | 12:15 Uhr

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