Das Figürliche im Abstrakten

„Torre 3“, Acryl und Mischtechnik, 2016.
„Torre 3“, Acryl und Mischtechnik, 2016.

ReepschlägerhausTobias Hartmann stellt 20 neue Arbeiten aus / Vernissage morgen um 19.30 Uhr

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09. November 2016, 16:00 Uhr

Aus einer amorphen Umwelt tauchen kleine, präzise gemalte Motive auf: Kräne und Türme oder auch Segelschiffe und weibliche oder männliche Akte. „Bilder zwischen Realität und Abstraktion“ hat Tobias Hartmann seine Ausstellung betitelt, die ab morgen, 10. November, im Reepschlägerhaus zu sehen ist. Für 19.30 Uhr lädt der Förderverein zur öffentlichen Vernissage ein. 20 Werke aus den vergangenen eineinhalb Jahren hat der Künstler zusammengestellt. Aktuelle Arbeiten in sehr unterschiedlichen Formaten. Das Größte misst 100 mal 80, das Kleinste 30 mal 30 Zentimeter. Die Bilder sind keine Collagen. Hartmann arbeitet nicht mit Fotografien. „Alles ist handgemalt“, versichert der Künstler.

Die reliefartige Oberflächenstruktur kommt durch den Materialmix zustande, mit dem Hartmann arbeitet. Acrylfarben stellen die Basis. Hinzu kommen Sand, Lacke und andere Materialien, die im Haus zu finden sind. Bis zu 20 Schichten packt der Künstler übereinander. „Kurz vor Ende kommt das Motiv hinzu“, erklärt er. Und zwar dort, wo es für ihn dann hinpasst.

Ein fertiges Bildkonzept sieht Hartmann nicht vorm inneren Auge, wenn er sich an ein neues Werk macht. „Aber die Grundmotivik habe ich immer im Kopf“, bekennt er. Inspiration für die realistisch ausgemalten Bildteile gibt ihm sein Leben. Kräne und Kirchtürme findet der 38-Jährige in Hamburg, den Eiffelturm und Big Ben auf Reisen, wegen seines Hobbys Segeln liebt er Segelschiffe. „Die Motive stehen immer im Kontext mit dem verwendeten Material“, erklärt Hartmann. Material kann alles sein, was in einer Stadt zu finden ist. Gern spricht der Kunstmaler deswegen auch von seinen „Stadtstrand“-Bildern.

Hartmann lebt zur Zeit auf Amrum und in Pinneberg. Er studierte Design und Kunstmalerei an einer privaten Kunsthochschule in Bonn. Seine Brötchen verdient er als freischaffender Kommunikations- und Grafikdesigner. Auf der Vernissage wird Hartmann selbst über seine Werke berichten, zudem steht er für Fragen zur Verfügung.

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