Haseldorf : Das Elbmarschenhaus weiter im Aufwind

Elbmarschenhauschefin Edelgard Heim und Nabu-Schutzgebietsbetreuer Uwe Helbing waren entsetzt über den Einbruch.
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Elbmarschenhauschefin Edelgard Heim und Nabu-Schutzgebietsbetreuer Uwe Helbing waren entsetzt über den Einbruch.

Besucherzuwachs 8904 Gäste gezählt. Einbrecher richteten Schaden an.

shz.de von
17. November 2016, 16:00 Uhr

Haseldorf | Die jährliche Sitzung des Zweckverbands Integrierte Station Unterelbe in Haseldorf war auch diesmal von Harmonie geprägt. Die Chefin des Elbmarschenhauses, Edelgard Heim, konnte im Haseldorfer Hof einen positiven Bericht vorlegen. „Es war ein lebhaftes Jahr mit guten und schlechten Erlebnissen“, sagte Heim.

Gleich drei Heimsuchungen hatte das Team vom Elbmarschenhaus zu verkraften. Zu Pfingsten gab es einen Einbruch, bei dem unter anderem der Safe aus der Wand gerissen wurde. Ein Blitzeinschlag zerstörte die Telefonanlage mit der Folge, dass die im Haus untergebrachten Mitarbeiter, auch das Tourismusbüro, zwei Wochen lang unerreichbar waren. „Das war eine Katastrophe“, gekannte Heim. Empört ist sie zudem über den Vandalismus im Außengelände, bei dem ein ehrenamtlich gebautes Tidenmodell vier Wochen nach seiner Fertigstellung mutwillig zerstört wurde. Aber Heim hatte diesbezüglich eine gute Nachricht: Nach einem Besuch der Haseldorfer Einrichtung habe der Chef des Landesamts für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR), bei dem Heim angestellt ist, die Übernahme der Reparaturkosten zugesagt.

Positiv entwickelt haben sich auch die Besucherzahlen. Nachdem wegen Geldmangels der Tourismusmagnet Elbmarschenhaus nur noch an fünf Tagen von mittwochs bis sonntags geöffnet hat, waren die Zahlen eingebrochen. 2014 wurden 6811 Gäste gezählt, 2015 7112 Besucher, und in diesem Jahr haben bis zum 3. November 8904 Interessierte das Haus besucht. Positiv entwickelt haben sich auch die Elbtouren mit dem Tiedenkieker. 1624 Gäste machten von dem Angebot gebrauch, hinzu kommen noch 150 Gäste, die bei drei Komplettbuchungen auf der Elbe schipperten. Das Elbmarschenhaus kassiert dafür eine Vermittlungsgebühr von zehn Prozent, teilte Heim mit.

Ein Lob gab es auch für Vermieter Udo Prinz von Schoenaich-Carolath-Schilden. Er übernahm mehrfach Reparaturkosten, wozu er nicht verpflichtet war, betonte Heim. Und auch der Kreis-Jägerschaft wurde gedankt. Sie hatte erneut eine große Ausstellung initiiert, diesmal zum Thema Helgoland.

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