Bauen statt Büffeln : Das Dach der Altstadtschule wird saniert

Die Stadt nutzt die Ferienzeit, um die fällige Dachsanierung des Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert fortzusetzen. 
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Die Stadt nutzt die Ferienzeit, um die fällige Dachsanierung des Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert fortzusetzen. 

Stadt nutzt Ferien zur Dachsanierung an der Altstadtschule. Die Arbeiten liegen im Zeit- und Kostenrahmen.

shz.de von
07. August 2018, 14:00 Uhr

Wedel | Ungewohntes Bild in der Schulstraße: Statt Spielsachen und Ranzen stehen Paletten und ein Baukran auf dem Pausenhof der Altstadtschule: Bauen statt Büffeln ist angesagt. Die Stadt nutzt die Ferienzeit, um die fällige Dachsanierung des Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert fortzusetzen. Bereits kurz nachdem die Jungen und Mädchen Stifte, Radiergummis und Lineale eingepackt haben, haben die Fachkräfte der Wedeler Firma Rathje ihr Werkzeug ausgepackt und liegen laut Sonja Mußmann, Fachbereichleiterin Gebäudemanagement der Stadt Wedel, trotz tropischer Hitze besonders in der Höhe voll im Zeitplan: Mit Ende der Ferien sollen die Arbeiten für den zweiten von drei Bauabschnitten abgeschlossen sein. Und auch die Kosten entsprechen Stand gestern der Kalkulation: 90.000 Euro hat Wedel für die Maßnahme eingeplant. Geld, das aus dem Budget der Bauunterhaltung kommt und somit auch planmäßig zur Verfügung steht.

Kein Luxus, sondern Notwendigkeit

Rund 600 Quadratmeter Dachfläche des nordöstlichen Gebäudeflügels werden neu eingedeckt. Kein Luxus, sondern eine notwendige Instandsetzung, erläutert Mußmann. Es hätten sich bereits Dachziegel gelöst. Die Stadt habe daher nun gehandelt, um mögliche größere Schäden bei kommenden Herbststürmen zu verhindern. Zudem seien Teile des Unterschlags – der hölzernen Verkleidung des Dachüberstands – verrottet gewesen. Er wird ebenso erneuert wie die Regenrinnen und Fallrohre. Während der Arbeiten zeigte sich außerdem, dass einige Sparren an den Köpfen verstärkt und zwei komplett ausgetauscht werden mussten. Der letzte Teil der Dachsanierung in der Altstadtschule ist laut Mußmann für 2019 geplant.

Außer der Turnhallen-Sanierung an der Moorwegschule, die in den letzten Zügen liegt, muss Wedel in diesen Sommerferien neben der Dacherneuerung nur kleinere Unterhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen schultern. In der Altstadtschule etwa bekommen mehrere Räume, darunter die Schulbibliothek und die Hausmeisterloge, neue Farbe, Akustikdecken und LED-Beleuchtung.

Nächste Großbaustelle in Sicht

Die nächste Großbaustelle startet erst in die Planungsphase: Vor der Sommerpause hat die Politik grünes Licht für den Abriss des so genannten 68er-Anbaus der Gebrüder-Humboldt-Schule gegeben. Der Gebäudeteil parallel zum Mühlenweg soll einem Neubau weichen, der der Gemeinschaftsschule mehr Platz bietet. Wie berichtet fehlen mehrerer Klassenzimmer. Die Folge ist unter anderem, dass Fachräume umgenutzt und Container am Rosengarten installiert wurden. Die Stadt sucht nun in einem Ideenwettbewerb nach möglichen Lösungen für einen Neubau. Der ursprünglich Plan einer Aufstockung des 68er-Anbaus war verworfen worden, weil sich das Bestandsgebäude als nur bedingt tragfähig erwiesen hatte und in einem schlechten energetischen Zustand ist.

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