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Ernst-Barlach-Gesellschaft in Wedel : „Das Buch war dringend fällig“

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Historische Fotos, Zitate und Texte: Die Ernst-Barlach-Gesellschaft bringt einen Bildband über das Leben des Künstlers raus

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Zum 75. Todestag Ernst Barlachs (1870 bis 1938) veröffentlicht die Wedeler Ernst-Barlach-Gesellschaft einen 280 Seiten starken Bildband über Leben und Werk des Künstlers. Neben Fotografien von Bernd Boehm wird mit historischen Fotos, Dokumenten, Zitaten und Texten ein vielschichtiges Bild über Barlach vermittelt.

Seit 2005 sich hat der Fotograf und Filmregisseur Boehm mit dem Werk Barlachs befasst. Er inszenierte den Dokumentarfilm „Ernst Barlach – Mystiker der Moderne“ mit einzigartigen, atmosphärisch dichten Bildern, die einen neuen, modernen und vielschichtigen Blick auf den Künstler eröffnen, teilte die Gesellschaft mit.

Aus dieser Arbeit sind auch die inszenierten Fotografien für das neue Buch entstanden. „So sinnlich, verträumt, aber auch so bewegt, lebendig und urban erscheint das Werk Ernst Barlachs, dass man von einer Neuentdeckung des Künstlers sprechen kann“, sagt Heike Stockhaus (Foto oben), Geschäftsführerin der Gesellschaft.

Seit zwei Jahren arbeitet Stockhaus an dem Bildband, der ab Mitte November für 35 Euro erhältlich sein soll. „Es ist sehr aufwendig“, sagt sie. Doch die Mühe habe sich gelohnt. Es gebe kein vergleichbares Werk über den in Wedel geborenen Künstler. „Das Buch war dringend fällig. Es wichtig, dass Barlach eine aktuelle Rezeption kriegt.“ Ohne die finanzielle Unterstützung vieler Wedeler Institutionen und Bürgern, hätte das Buch nicht realisiert werden können, sagt Stockhaus.

Am gestrigen 24. Oktober jährte sich der Todestag Barlachs zum 75. Mal (wir berichteten). Unter den Nationalsozialisten waren seine Bildwerke aus der Öffentlichkeit verschwunden, beschlagnahmt, zerstört und der Künstler persönlich verfolgt.

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