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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 18:09 Uhr

CO2 reduzieren – Geld gewinnen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Bildungsausschuss Politik wünscht sich Projekt, das Kita-Kinder und Schüler zum Energiesparen anregt / Finanzieller Anreiz geplant

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2017 | 16:00 Uhr

Die Grünen möchten ein Energiesparprojekt für Kitas und Schulen in Wedel initiieren. Dafür vorbereitend hatten sie die Verwaltung gebeten, den Betriebsabrechnungsbogen der Träger, die einen Defizitausgleich von der Stadt erhalten, um die Aufschlüsselung des Verbrauchs von Strom, Gas und Wasser zu erweitern. Ein extrem großer Mehraufwand für die Träger, urteilte die Verwaltung in einer Mitteilungsvorlage über das Prozedere. Dem mochte Petra Kärgel (Grüne) im Bildungsausschuss allerdings nicht folgen. Die Daten seien sehr leicht in eine Tabelle zu überführen, entgegnete sie und bot an: „Ich würde mir auch die Arbeit machen, sie selbst zu übertragen.“

Eine Aktion ähnlich dem Fifty/Fifty-Junior-Projekt in Hamburg schwebe den Grünen vor, erklärte Kärgel. Das koppelt die Aufforderung, durch Verhaltensveränderung Energie einzusparen, mit dem Anreiz, die Hälfte des eingesparten Geldes an die Einrichtungen zurückzugeben. Die elf Wedeler Kitas mit Defizitausgleich verursachten 2015 Energiekosten von rund 212  000 Euro, rechnete Kärgel vor. Nehme man die 12,5 Prozent Kosteneinsparungen zur Grundlage, die die beteiligten Hamburger Einrichtungen erreichen, wären das auf Wedel übertragen rund 27  000 Euro pro Kita. Eine doppelte Gewinnsituation.


Erzieherischer Effekt


Ein zweiter Effekt sei zudem, dass Kinder auf spielerische Weise einen bewussteren Umgang mit Energie lernten. Um ein Konzept zu entwickeln, könne doch die frisch installierte Klimaschutzmanagerin eingespannt werden, schlug Kärgel vor.

Die WSI unterstütze den Antrag, sagte Birgit Neumann-Rystow für ihre Fraktion. Gleiches bekannten Heidi Keck für die SPD und Detlef Murphy für die Linke. Heidi Garling (CDU) mahnte, das Verfahren möglichst schlank zu gestalten. „Das soll kein Zahlenfriedhof werden. Es geht um den erzieherischen Effekt“, betonte sie. Dennoch stimme auch die CDU der Idee grundsätzlich zu. Allein FDP-Mitglied Peter Heinze äußerte Kritik. „Zu voreilig“, lautete sein Urteil. Die FDP setze auf ein breites Gesamtkonzept. Heinze plädierte dafür, den Antrag zu verschieben.

Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) sah Schwierigkeiten darin, die Klimaschutzmanagerin einzuspannen. Ihr Aufgabenbereich werde durch das Klimaschutzkonzept abgesteckt, erinnerte er. Dann ändern wir „beauftragen“ in “empfehlen“, schlug Kärgel vor. Man wolle die Klimaschutzmanagerin „hinsichtlich der Möglichkeiten, ein Energiesparkonzept für Kitas und Schulen zu entwickeln“, anhören, lautete schließlich die Formulierung. Mit der Gegenstimme der FDP wurde der Antrag der Grünen angenommen.  

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