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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Oktober 2017 | 17:48 Uhr

Holm : CDU wirft SPD Populismus vor

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Christdemokraten kritisieren Eilantrag in Sachen L 105 und hoffen auf eine Bedarfsampel im Lehmweg.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2013 | 12:00 Uhr

Nichts als Populismus – so reagiert die CDU auf den als Eilantrag in die Gemeindevertretung eingebrachten Vorstoß der Holmer SPD in Sachen Straßenbau-Beschleunigung an der L 105. „Wir sind verwundert über das Timing“, sagte CDU-Fraktionschef Uwe Hüttner gestern in einem Pressegespräch. Auch habe die SPD-Fraktion nichts über die Finanzierung gesagt. Ein Eilantrag sei in dieser Angelegenheit nicht nachvollziehbar. Der richtige Weg wäre es gewesen, wenn die Sozialdemokraten das Thema während der Bauausschuss-Sitzung am 17. September angesprochen hätten. „Die zusätzliche Verkehrsbelastung ist seit Monaten bekannt“, meint Hüttner.

Wie berichtet will die SPD durch das Amt Moorrege prüfen lassen, ob die Bauarbeiten an der L105 nicht beschleunigt werden können. Der Antrag wurde mit Stimmen der CDU-Mehrheit abgeschmettert, und in den Bauausschuss Anfang Dezember verwiesen.

Für den CDU-Fraktionschef ist die zusätzliche Verkehrsbelastung der Holmer zwar schmerzlich, aber durchaus ertragbar. Die Komplettsanierung der Verbindungsstraße von Wedel nach Pinneberg dauere nur etwa ein Jahr. „Dann haben wir für die nächsten Jahrzehnte verkehrsmäßig Ruhe“, so Hüttner.

Einflussnahme habe die Holmer Selbstverwaltung ohnehin keine, meint der Christdemokrat, denn es handele sich bei der L 105 um eine Landesstraße. Aus der Hilflosigkeit heraus habe die CDU eine Plakat-Aktion erdacht, um die Autofahrer an vernünftigen Fahrverhalten zu erinnern. „Das werden wir mit wechselnden Inhalten die ganze Bauphase über begleitend durchziehen“, verspricht er.

Seit Jahren versucht die Gemeinde am Lehmweg eine Bedarfsampel bauen zu lassen. Dies wurde aber bisher von Landesseite immer abgelehnt, weil zu wenig Verkehrsaufkommen ermittelt wurden. „Nun haben sich die Zahlen deutlich verändert“, betont Hüttner. Die Gemeinde versuche seit Monaten, dass wenigstens für die Straßensanierungsphase eine mobile Druck-Ampel aufgestellt wird. Die sei nicht für für die Kinder, sondern auch für Senioren wichtig. Bisher haben die Landesbetriebe das abgelehnt. Sie wollen erst eine eigene Verkehrszählung durchführen. Hüttner: „Die Mühlen malen langsam, das ist in Deutschland einfach so.“

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