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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. Oktober 2017 | 21:34 Uhr

Wedel : BusinessPark hat ein Hafen-Problem

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Wasserbehörde interveniert nach dem B-Plan-Aufstellungsbeschluss: Einfach zuschütten ist nicht erlaubt. Nun ist eine neue Lösung gefragt.

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Wedel | Vom schicken konzeptionellen Kernstück zum zu teuren Störfaktor, der einfach zugeschüttet und begrünt werden soll: Der Hafen am Elbufer des künftigen BusinessParks hat schon ganz unterschiedliche Rollen in der Sanierungs- und Verwertungsgeschichte des alten Raffineriegeländes gehabt. Jetzt müssen Stadt und Politik erneut ran und sich Gedanken machen, was aus dem Becken und der baufälligen Mole werden soll.

Hintergrund ist eine Mitteilung der Wasserbehörde an Wedel. Darin heißt es: So einfach, wie es im jüngst abgesegneten B-Plan-Entwurf erscheint – Hafen zuschütten und begrünen –, ist die Sache mitnichten. Denn es gibt Auflagen – darunter die, dass eine Wasserfläche von der Größe des Beckens erhalten bleiben muss.

Es sei denn, erklärt Projektleiter Jörg Amelung aus der Wedeler Verwaltung, es besteht ein besonderes öffentliches Interesse an der ersatzlosen Hafenbeseitigung. Auch dann würde diese jedoch erst ein Planfeststellungsverfahren durchlaufen müssen. „Das dauert mindestens zwei Jahre“, sagt Amelung, „und das wiederum würde den Fahrplan für den BusinessPark-B-Plan zunichte machen.“

Also wieder umdenken. Aktuell sieht die Stadt laut Amelung zwei Alternativen: Die ungünstigere wäre ein Erhalt ohne echte Nutzung. Ungünstiger unter anderem, weil dies Folgekosten nach sich zieht. Variante zwei wäre Abriss der maroden Mole und eine Verbreiterung des jetzigen Hafenrandbereichs eben in der Größe der Mole. Damit bliebe die Wasserfläche erhalten und der Uferbereich könnte zugleich wie geplant zur Weiterführung des Rad- und Wanderwegs aus Hamburg genutzt werden. Eine mögliche dritte Lösung, die Wiederbelebung der jüngst begrabenen Idee der gewerblichen Hafennutzung als Herzstück eines maritimen Zentrums, sieht Amelung dagegen als ausgeschlossen an.

Doch jener Fahrplan für den B-Plan – wie sieht der eigentlich aus? Nachdem der Aufstellungsbeschluss jetzt gefasst ist, hofft die Stadt noch für 2014 auf Rechtsverbindlichkeit. Auch die Erschließungsstraße soll noch in diesem Jahr gebaut werden. Ziel sei es, dass ab 2015 tatsächlich mögliche erste Käufer bauen können, so Amelung. Wie berichtet gibt es bereits ernsthafte Verhandlungen mit drei Interessenten. Was ebenfalls noch 2014 ansteht, ist die Sanierung der letzten beiden so genannten Hot-Spots, der stark durch Ölrückstände verunreinigten Flächen im Hangbereich. Die Ausschreibung dafür könne jedoch erst in Angriff genommen werden, wenn feststeht, wie die Stadt das neue Hafenproblem lösen soll.

Vermutlich im März wird die Politik dafür eine entsprechende Beschluss-Vorlage erhalten.

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