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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Oktober 2017 | 13:08 Uhr

Businesspark: Durchbruch am 22. Juni?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Lärmstreit Neues Gutachten / Treffen mit Klägern

shz.de von
erstellt am 03.Jun.2017 | 16:00 Uhr

Es soll ein wichtiger Schritt Richtung Beilegung des Lärmstreits um den Businesspark zwischen der Stadt und Anliegern auf Rissener wie auch auf Wedeler Seite sein: Von allen Fraktionen kam im Rat ein Ja zur Änderung des B-Plans für das Gewerbegebiet am Elbufer. Zentral ist dabei ein neues Lärmgutachten, „um die geplanten Lärmwerte den örtlichen Gegebenheiten anzupassen“, heißt es in der Erläuterung der Verwaltung.

Linke-Fraktionschef Detlef Murphy wollte noch einmal sichergestellt wissen, dass nicht nur die Rissener, sondern auch die Wedeler Nachbarn in angrenzenden Wohngebieten dabei berücksichtigt werden. Wie berichtet hatte Jan Hilpert als direkter Anwohner am Grenzweg von Hamburger Seite beim Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgericht (OVG) die Außervollzugsetzung des B-Plans 88 beantragt und einen Normenkontrollantrag eingereicht. Entscheidender Grund: Hilpert sieht den Lärmschutzanspruch des reinen Wohngebiets auf Rissener Seite nicht ausreichend berücksichtigt. Das OVG folgte der Auffassung und setzte den B-Plan außer Kraft. Rolf Schmersahl, Anwohner des Wedeler Elbhochufers am Kraftwerk, reichte ebenfalls Klage ein. Auch bei ihm ist Lärm das Kernthema. Schon von daher wiederholte Bürgermeister Niels Schmidt als Replik auf Murphy: Es sei keine Lärmverschiebung von Rissen nach Wedel geplant.

B-Plan ändern statt Hauptverhandlung abwarten ist indes nur das eine. Wedel setzt auch auf Einigung mit dem Anwalt der Kläger. Für 22. Juni sei ein Treffen in Hannover verabredet, so Schmidt, der verdeutlichte: Beide Seiten müssten sich da bewegen.


Zweifel an Wedels Verhandlungsmasse


Das irritierte Petra Kärgel (Grüne). Neue Gutachten von Klägerseite hätten nach Lärmminderungen beim Kraftwerk Werte ergeben, die denen eines reinen Wohngebiets entsprechen: „Wo ist da die Verhandlungsmasse für die Stadt? Warum und worin sollten uns die Kläger entgegen kommen“, fragte Kärgel. Schmidt erklärte merklich angefasst, dass es nicht dienlich sei, im jetzigen Stadium öffentlich die Verhandlungsbasis auszubreiten und zu diskutieren. Grünen-Fraktionschef Olaf Wuttke dagegen bemerkte, es gebe sehr wohl Möglichkeiten des Entgegenkommens, nämlich beim fortgesetzten Bau der Erschließungstraße, der lärmtechnisch „auch nicht unbemerkt vonstatten geht“. Kärgel hakte ein, fragte nach der Genehmigung für den Straßenbau angesichts des angeordneten Baustopps. Schmidt: „Aus unserer Sicht ist das nicht genehmigungspflichtig. Auch das haben wir mehrfach erläutert.“

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