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Wedel-Schulauer Tageblatt

16. August 2017 | 22:11 Uhr

Wedel : Businesspark behindert Supermarkt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Ausgebrannter Nahkauf: Der Eigner hat die Sanierungspläne auf dem Tisch – doch mögliche Betreiber fürchten Konkurrenz im neuen Gewerbegebiet.

Wedel | Alles sah nach einer guten Wendung für die Bewohner Schulaus aus: Eine Wiedereröffnung des im September 2013 ausgebrannten Nahkauf-Markts, den die Anwohner schmerzlich vermissen, sei geplant, berichtete jüngst Bürgermeister Niels Schmidt. Die Immobilie sei bereits verkauft. So weit, so gut und richtig. Allerdings gibt es ein gravierendes Problem, und das liegt nur 800 Meter von dem angestammten Nahversorgungs-Standort Ecke Feldstraße/Galgenberg entfernt: Die Rede ist vom Businesspark Elbufer.

„Die Planungen für den neuen Gewerbepark drohen uns einen Strich durch die Rechnung zu machen“, sagte Marianne Grüninger gestern im Gespräch mit dieser Zeitung. Grüninger ist Sprecherin der Hamburger MPS Immobilien Investment und Projektentwicklung, die das zum Supermarkt umgebaute ehemalige Kino erworben und Sanierungspläne auf dem Tisch hat. Investitionsvolumen: 1,3 Millionen Euro.

Eine sanierte 735 Quadratmeter große Marktfläche, ein angeschlossener Imbiss, eine weitere Laden-Fläche – etwa für eine Apotheke – ein Backshop, dazu zwei Wohnungen: So sehen die Pläne von MPS aus. Ein 180 000 Quadratmeter-Gewerbegebiet mit 800 Quadratmeter Einzelhandelsflächen: Das sind Rahmendaten für besagten Businesspark, der drei Straßenecken weiter entsteht. Zu nah für die Einzelhandelsketten, die MPS bereits angeschrieben hat und als Pächter ins Boot holen wollte. Laut den Projektentwicklern fürchten sie, in absehbarer Zeit Supermarkt-Konkurrenz direkt ins Einzugsgebiet gesetzt zu bekommen – und haben abgewunken. Ähnlich habe es bei privaten Kaufleuten ausgesehen.

Wohnungsbau als Alternative

Noch stünden Antworten aus, doch die Hoffnung, dass sich tatsächlich ein Betreiber für die Feldstraße 90 findet, schwinde stetig, heißt es seitens der MPS. Auf der Suche nach möglichen Lösungen wollen die Planer nun noch einmal die Wirtschaftsförderung der Stadt konsultieren, um in den kommenden vier Wochen zu entscheiden, ob die Supermarkt-Option weiter verfolgt werden kann oder begraben werden muss. In diesem Fall will MPS abreißen und Eigentums- oder Mietwohnungen auf dem Areal erreichten – ohne Ladenflächen.

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erstellt am 07.Aug.2014 | 16:00 Uhr

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