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Wedel/Hamburg : Businesspark: Altona soll Klage prüfen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hamburger Politiker wollen gegen B-Plan vorgehen

Wedel | „Das Klageverfahren läuft aktuell“, erläuterte Frank Conrad, Leiter des Fachamts Stadt- und Landschaftsplanung, am Mittwochabend auf der Sitzung des Planungsausschusses des Bezirksamts Altona die Situation an der Stadtgrenze zu Wedel. Während die Rolandstadt auf ihrer Seite des Tinsdaler Wegs mit dem Businesspark ein Gewerbegebiet plant, will der Bezirk Altona an der Landesgrenze ein reines Wohngebiet ausweisen. Damit unterläge das Wedeler Gewerbegebiet strengeren Lärmschutzauflagen, was die Einnahmen schmälern könnte. Dagegen hat die Rolandstadt geklagt. Wedel hat ein Normenkontrollverfahren eingeleitet und will damit die Wohnbebauung verhindern. Nun könnte es die Retourkutsche der Hansestadt geben.

„Wie geht Hamburg gegen den Bebauungsplan 88 vor“, fragte der Ausschussvorsitzende Henrik Strate (SPD). Conrads Antwort: „Ich kenne keine Bestrebungen aus dem Bezirksamt, dagegen vorzugehen und eine Klage anzustreben.“ Das sah der CDU-Fraktionsvorsitzende Uwe Szczesny anders: „Hinnehmbar ist das nicht. Es darf keine Beeinträchtigungen auf Rissener Seite gegeben. Ein Bebauungsplan hat sich an aktuelle Gesetze zu halten. Das gilt auch für die Wedeler.“ Daher schlug er einen Antrag an die zuständigen Fachabteilungen des Bezirksamtes vor, eine Klage zu prüfen. „Es ist unsere Pflicht als Politiker gegenüber den Rissener Bürgern, die Fachbehörde zu beauftragen, Fehler im Wedeler Bebauungsplan zu beheben.“ Bis zur nächsten Planungsausschusssitzung am 16. Dezember wollen die Fraktionen zusammen mit der Verwaltung einen Antrag formulieren.

Bei der Stadt Wedel sieht man einer möglichen Klage gelassen entgegen. Jörg Amelung vom Fachbereich Innerer Service betonte: „Wir sind Altona beim B-Plan für den Businesspark bereits weitgehend entgegen gekommen.“ Die Planungen für den Businesspark würden zunächst nicht behindert. Amelung: „Eine Klage hat keine aufschiebende Wirkung.“ Für die Rolandstadt heißt es daher: abwarten.

Auch der Bebauungsplan „Rissen 52“ für die Fläche der Berendsohn AG an der Alten Sülldorfer Landstraße könnte den Businessplan beeinflussen. „Es gibt nur wenige Flächen für Handwerker im Hamburger Westen. Die nächsten kommen erst wieder in Wedel“, erläuterte Holger Schmidt, Geschäftsführer des Hamburger Planungsbüros HS-Architekten. Die bisher existierende Lagerhalle soll weichen und 4000 Quadratmeter Gewerbe- und 8000 bis 9000 Quadratmeter Wohnfläche entstehen. „Wir planen zur Bundesstraße Handwerkerhöfe. Der Bedarf ist da“, sagte Schmidt. Die Mitglieder des Planungsausschusses sahen aber Beratungsbedarf. Am 20. Januar soll das Thema auf die Tagesordnung kommen.

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erstellt am 04.Dez.2015 | 17:36 Uhr

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