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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2017 | 09:03 Uhr

Herbstmarkt in Wedel : Bunt, lecker und rasant

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die anwesenden Schausteller loben besonders die Familienfreundlichkeit der Veranstaltung.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Wedel | Spötter bezeichnen sie gern als „naives Volksvergnügen“. Für andere wiederum sind Jahrmärkte ein kurzweiliges Fest für die ganze Familie. Der Duft nach gebrannten Mandeln, Popcorn und Grillwurst, blinkende Lichter, Fahrgeschäfte mit lauter Musik – die Mischung lockt auch in Wedel seit vielen Jahren Jung und Alt zum Festplatz an der Schulauer Straße. Am Wochenende öffnete der traditionelle Herbstmarkt seine Pforten. Trotz sinkender Besucherzahlen hat die Sause, ebenso wie im Frühjahr zum Ochsenmarkt, einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Rolandstadt. „Es gibt mehr Bewerbungen, als wir Stellplätze vergeben können“, sagt Marktmeister Holger Franck vom Fachdienst Ordnung und Einwohnerservice.

Seit knapp 20 Jahren ist der 54-jährige Franck für die Organisation und Durchführung der Märkte verantwortlich. Bereits im Januar bewerben sich Schausteller aus fast ganz Norddeutschland um einen Platz. „Ich versuche, eine gesunde Mischung zusammenzustellen und achte darauf, dass es möglichst keine doppelten Angebote gibt“, erläutert er. Von den 50 Bewerbern könne er höchstens 30 nehmen: „Wir haben einen begrenzten Platz zur Verfügung, 10.000 Quadratmeter, mehr geht nicht“. Vier Tage vor dem Startschuss beginnen die Schausteller mit dem Aufbau, alles generalstabsmäßig nach Plan. Der Marktmeister ist dabei meistens vor Ort. „Wenn es dann losgeht, bin ich der Erste, der kommt, und der Letzte, der geht“, so Franck.

Wie andere Open-Air-Veranstaltungen ist auch der Wedeler Herbstmarkt vom Wetter abhängig. Bei Sonnenschein kommen an den Sonnabenden und Sonntagen bis zu 2000 Menschen. Wenn es regnet, herrscht meistens gähnende Leere auf den Wegen zwischen den Buden und Karussells. Gründe für die rückläufigen Besucherzahlen in den vergangenen Jahren seien laut Franck unter anderem die Nähe zu Hamburg mit dem Dom auf dem Heiligengeistfeld. Zudem gebe es ohnehin immer mehr Veranstaltungen für Familien: „Das Geld kann man eben nur einmal ausgeben“. Trotzdem ist er sich sicher: „Die Märkte im Frühjahr und im Herbst werden sich halten. Ob in der Größe wie bisher, ist allerdings fraglich“.

So sieht es auch Schausteller-Urgestein Helmut Richters. Der 88-jährige Hamburger ist mit seinem Kinderkarussell seit 1953 in der Rolandstadt dabei. „In Wedel gibt es ein besonders familienfreundliches Publikum“, sagt er. Tobias und Maike Buhrke, die am Wochenende mit ihren Kindern Lenya (3) und Mayla (vier Monate) den Herbstmarkt besuchten, zeigten sich begeistert von dem Angebot. „Wir sind selbst schon als Kinder hierher gekommen und gehen heute mit unseren Kindern auf den Jahrmarkt“, freute sich das Wedeler Ehepaar.

Der Herbstmarkt mit sieben Fahrgeschäften, darunter ein Autoscooter, Karussells und ein Break Dancer, sowie zahlreichen Zuckerbuden, Imbissständen und Spielangeboten ist heute noch von 14 bis 22 Uhr geöffnet.

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