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Nahkauf in Wedel : Bürgermeister will den Standort erhalten

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Verwaltungschef will den Supermarkt an der Ecke Galgenberg. Der Feldstraße soll Vorrang vor einer Neuansiedelung im Businesspark gegeben werden.

shz.de von
erstellt am 14.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Wedel | Scheitert die Wiederbelebung des ausgebrannten Nahkauf-Markts an den Businessparkplänen? Die Hamburger MPS Immobilien Investment und Projektentwicklung hat das Areal an der Ecke Feldstraße / Galgenberg erworben, um nach dem Brand vor einem Jahr wieder einen Supermarkt zu eröffnen. Problem laut MPS: Die Einzelhandelsketten spielen nicht mit, weil auch in den Businesspark-Plänen ein Supermarkt vorgesehen ist. Das kann und soll kein Hinderungsgrund sein, sagte Niels Schmidt im Tageblatt-Gespräch: „Das Interesse an dem Nahversorgungsstandort Galgenberg und an der Beseitigung der jetzigen unschönen städtebaulichen Situation ist größer als das an einer Neuansiedelung eines Supermarkts im Businesspark.“

Das Einzelhandelsgutachten im Zuge der Erstellung eines Stadtentwicklungskonzepts 2010 / 2011 habe den Standort Galgenberg klar als erhaltenswerten Nahversorgungs-Standort ausgewiesen. Zudem sei er unkritisch, was eine Konkurrenz zum Einzelhandel in der Innenstadt angeht, so das Ergebnis der Studie. Durch Ladenschließungen in der Nachbarschaft und Wohnhaus-Neubauten seien die Geschäfte an dem Standort jedoch bereits stark ausgedünnt, so Schmidt. Eine Wohnbebauung auf dem Supermarkt-Gelände, wie es MPS als Alternative plant, sei für ihn daher nicht die Option, bei der die Verwaltung schnell und ohne weiteres mitspielen werde. „Wir wollen die Stadt der kurzen Wedel bleiben“, sagt Schmidt.

Unmittelbar nachdem der Konflikt zwischen Businesspark- und Wiedereröffnungsplänen am Galgenberg durch die Tageblatt-Veröffentlichung vergangene Woche bekannt wurde, habe es Gespräche zwischen dem Investor und der Stadt gegeben, so Schmidt. „Man hat uns dabei Vorschläge gemacht, wie die derzeitigen Bedenken gegenüber einer Supermarkt-Ansiedelung im Businesspark ausgeräumt werden könnten“, sagte Schmidt, ohne konkrete auf die Inhalte des Gesprächs eingehen zu wollen.

Die möglichen Szenarien will er zeitnah in der Verwaltung und mit der Politik erörtern. Der Verwaltungschef gab dabei zu bedenken, dass es ohnehin schwer werde, einen Betreiber für die von 1500 auf 800 Quadratmeter abgespeckte Einzelhandelsfläche im Businesspark zu finden.

Unterdessen hat sich Wedels Linke bereits in der Sache positioniert. In einem Antrag zur Planungsausschusssitzung am Dienstag, 26. August, fordert Stephan Krüger, planungspolitischer Sprecher der Linksfraktion: „Die angedachte Einzelhandelsverkaufsfläche im Bereich des zukünftigen Businessparks ist von der Stadt Wedel auf eine Größe (Kiosk, Kleinladen) zu reduzieren, die die mögliche Wirtschaftlichkeit des Standorts für einen Nahversorger an der Ecke Galgenberg / Feldstraße nicht infrage stellt.“ Die Nahversorgung habe in dem dicht besiedelten Gebiet große Bedeutung und sei zudem bei der Verkehrsvermeidung hilfreich, heißt es in der Begründung.

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