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„Weiterer Mosaikstein für Wedel“ : Bürgermeister Niels Schmidt und Ministerpräsident Torsten Albig eröffnen neuen Stadthafen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Feierliche Eröffnung des neuen maritimen Herzstücks der Stadt. Kritik an Baukosten wurde am gestrigen Eröffnungstag zurückgewiesen.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“, intonierte der Spitzerdorf-Schulauer Männergesangverein aus vollen Kehlen bei der Eröffnungsfeier des neuen Stadthafens und irgendwann sang fast das ganze Festzelt mit. Die gute Stimmung war gestern Vormittag in der Tat nicht ins Wanken zu bringen. Nicht durch die Kritik an den Mehrkosten bei den Bauarbeiten. Und schon gar nicht durch das Schmuddelwetter, das die nagelneue Promenade reichlich grau wirken ließ. Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos) und der eigens angereiste Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) strahlten Zufriedenheit aus.

„Es ist ein guter Tag für Wedel“, stellte der Rathauschef in seiner Rede fest. Ein weiterer Mosaikstein der Stadtentwicklung sei fertig, die Attraktivität der Rolandstadt werde weiter gesteigert. Albig nannte das neu gestaltete Hafenbecken einen „Sehnsuchtsort, um die Seele baumeln zu lassen“. Der Landesvater erinnerte sich bei dieser Gelegenheit an seine Kindheit: „Meine Tante lebte in Wedel und mit meinem Opa habe ich oft am Willkomm Höft gesessen und den Schiffen nachgeschaut“.

Buntgeschmückte Boote im Hafenbecken waren willkommene Farbtupfer an einem trüben Vormittag. (Foto: Willuhn)
Buntgeschmückte Boote im Hafenbecken waren willkommene Farbtupfer an einem trüben Vormittag. (Foto: Willuhn)
 

Die Baukosten für das Projekt „Maritime Meile“ waren in der Vergangenheit kritisiert worden. Zuletzt prangerte der Bund der Steuerzahler in seinem Schwarzbuch die angeblich falsche Planung an. „Diese Beschwerden sind falsch und ärgerlich“, betonte Albig. Das Unternehmen sei mit vier Millionen Euro etwas teurer geworden, das sei bei Projekten dieser Größenordnung normal. „Meine Fachleute im Innenministerium sagen, es sei ein Vorzeigeprojekt“, betonte der Ministerpräsident.

Der Spitzerdorf-Schulauer Männergesangverein sorgte für den musikalischen Rahmen. (Foto: Willuhn)
Der Spitzerdorf-Schulauer Männergesangverein sorgte für den musikalischen Rahmen. (Foto: Willuhn)
 

Schmidt erinnerte daran, dass der Hafenausbau ursprünglich von einer breiten Mehrheit der Politik getragen wurde. „Die Kritik wird verstummen, wenn auch der zweite Abschnitt fertig ist.“

Hunderte Bürger trotzten dem Schmuddelwetter und nahmen den neuen Stadthafen in Augenschein. (Foto: Willuhn)
Hunderte Bürger trotzten dem Schmuddelwetter und nahmen den neuen Stadthafen in Augenschein. (Foto: Willuhn)
 

Bei den Bauarbeiten wurden unter anderem 30.000 Kubikmeter Boden ausgebaggert und 650 Tonnen Trägermaterial eingesetzt. Hochwasser und Sturmtief „Xaver“ hätten den Fortschritt erheblich behindert, betonte Christian Weber von der Firma HC Hagemann. Die Arbeiten dauerten insgesamt drei Jahre, als nächstes soll das Ostufer neugestaltet werden. Insgesamt plant die Stadt für die Gestaltung der „Maritimen Meile“ mit Kosten von knapp 31 Millionen Euro.

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