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„Ich brenne für Wedel“ : Bürgermeister Niels Schmidt eröffnet den Wahlkampf

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Schmidt kandidiert damit für eine dritte Amtszeit. Der gebürtige Rolandstädter setzt auf Lokalkompetenz.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2015 | 12:30 Uhr

Wedel | Er hatte schon früh signalisiert, eine dritte Amtszeit anzustreben. Jetzt ist es offiziell: Gestern hat Bürgermeister Niels Schmidt seinen Wahlkampf eröffnet. Der 54-jährige parteilose Wedeler setzt dabei maßgeblich auf Lokalkompetenz. „Ich bitte erneut um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger, damit ich die Entwicklung der Stadt weiterhin fördern kann“, so Schmidt.

Trotz anstrengender Phasen mache ihm die Aufgabe nach wie vor „Riesenspaß. Ich bekomme sehr viel positive Rückmeldungen und Zuspruch von den Wedelern. Das motiviert mich“, sagt Schmidt. „Ich möchte Bürgermeister bleiben. Denn ich brenne für Wedel.“ Verwaltungschef in einer anderen Kommune? Oder Landrat, worauf Schmidt vor dem Antritt von Oliver Stolz angesprochen worden sei? Beides sei für ihn kein Thema, sagt der Diplom-Verwaltungswirt. „Ich möchte in der Stadt mitgestalten, in der ich aufgewachsen bin und in der ich lebe.“ Und er möchte die Entwicklungen zu Ende bringen, die er mit auf den Weg gebracht hat, möchte „die Früchte miternten“. Etwa vom Businesspark, wo es einer dreijährigen Verhandlung mit Exxon in der Vorbereitung bedurfte, bis Wedel als Sanierer und Grundstückseigner im Boot war. Oder vom Stadthafen, den alle Parteien mitgetragen hätten und wo es zwischenzeitlich auch Kritik gegeben habe. „Aber ich merke, wie sich da die Stimmung ins Positive wandelt. Wie bei vielen Dingen wird man das erst beurteilen können, wenn es fertig ist. Und ich bin sicher, es wird Wedels Attraktivität weiter steigern.“

Was Herausforderungen angeht wie die dringende Frage der Flüchtlingsunterbringung: Da seien Erfahrungen und ein funktionierendes Netzwerk sehr hilfreich, um Probleme zu lösen, so Schmidt. Wichtig sei dabei auch das Wir-Gefühl, das Schmidt schätzt und als besonders ausgeprägt in der Stadt herausstellt.

Politische Unabhängigkeit

Er betont andererseits seine Unabhängigkeit, will weiter überparteilich arbeiten. „Ich habe Menschen in allen Parteien, die mich unterstützen, so Schmidt, der sich seit Ende vergangener Woche mit einem Gegenkandidaten konfrontiert sieht, den die SPD ins Rennen schicken will – den Bordesholmer Eckhard Frahm. „Ich kenne meinen Mitbewerber nicht, kann nichts zu seiner Person sagen“, so der Amtsinhaber über seinen Kontrahenten. „Ich freue mich auf einen spannenden Wahlkampf“.

Inhaltlich nennt Schmidt etwa Stadtentwicklung und Wohnungsbau. „Das müssen wir angehen, denn der Druck nimmt auch angesichts der Flüchtlingsproblematik zu.“ Größere Flächen gebe es da nur im Bereich Wedel Nord. Man müsse da „die ganze Palette bedienen“ – auch durch Schaffung von Sozialwohnungen. Dazu habe er auch Gespräche angeschoben zwecks Verlängerung von auslaufenden Bindungsfristen nach energetischer Sanierung. Zu Wedels Finanzkrise und dem genehmigungspflichtigen Haushalt sagt Schmidt: Die Stadt sei in die Situation geraten, weil die beiden größten Steuerzahler geschwächelt hätten. „Und so etwas lässt sich nicht in einem Jahr heilen. Das wird auch in den kommenden Jahren Thema bleiben.“ Wichtig sei, dass man einen gesunden Mittelweg finde zwischen Sparmaßnahmen und dem Erhalt von städtischen Leistungen, so Schmidt.

Die Wahlkampfzeit wolle er nutzen, um noch genauer zu erfahren, wo den Bürger der Schuh drücke und noch stärker in Kontakt zu den Wählern zu kommen. Neben seiner ab heute neu geschalteten Internetseite möchte Schmidt dazu erstmals auch Facebook nutzen. Auch diese Seite ist ab sofort online.

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