Wie soll das Amt Moorrege in Zukunft heißen? : Bürger sollen über den neuen Namen abstimmen

Mit der anstehenden Erweiterung der Verwaltungsgemeinschaft von Moorrege, Heist, Holm, Appen, Groß Nordende, Heidgraben und Neuendeich um die Gemeinden Haseldorf, Haselau und Hetlingen zum 1. Januar 2017 kam diese Frage im Hauptausschuss des Amtes auf.

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01. Juli 2016, 16:00 Uhr

Moorrege | Wie soll das Amt Moorrege in Zukunft heißen? Mit der anstehenden Erweiterung der Verwaltungsgemeinschaft von Moorrege, Heist, Holm, Appen, Groß Nordende, Heidgraben und Neuendeich um die Gemeinden Haseldorf, Haselau und Hetlingen zum 1. Januar 2017 kam diese Frage im Hauptausschuss des Amtes auf. „Bisher ist die Umtaufe reine Theorie“, sagte Amtsdirektor Rainer Jürgensen, der einen Beschlussvorschlag der Verwaltung vorlegte. Er regte an, die Einwohner des Amtsbereichs an der Entscheidung zu beteiligen.

„Bevor wir uns im kommenden Jahr wieder mit dem Thema befassen müssen, sollten wir jetzt überlegen, ob wir eine Namensänderung wollen“, stimmte Groß Nordendes Bürgermeisterin Ute Ehmke (GuB’82) dem Amtsdirektor zu. Auch Holms Bürgermeister und Amtsvorsteher Walter Rißler (CDU) räumte der Idee eine Chance ein. Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) argumentierte dagegen. „Der Name geht auf das Gründungsjahr 1954 zurück. Ich sehe keinen Grund, ihn zu ändern“, sagte er.

Ein neuer Name des Amtes diene der Identifikation aller Einwohner mit ihrer Verwaltung, ein neuer Name würde die Eingliederung der neuen Gemeinden, die aus der Verwaltung Uetersen zum Amt Moorrege stoßen, fördern und die Verwaltungsmitarbeiter müssten sich nicht mehr mit Verwechslungen von Gemeinde Moorrege und Amt Moorrege auseinandersetzen − heißt es in der Vorlage. Wann und unter welcher Adresse Vorschläge eingereicht werden können, wird noch bekannt gegeben − wenn der Amtsausschuss dem während seiner Sitzung in der kommenden Woche zustimmt. Einstimmig fiel der Beschluss, dem neu zu gründenden Standesamtsbezirk den gleichen Namen zu geben wie dem Amt.

Die Mitglieder des Amts-Hauptausschusses mussten sich mit einer üppigen Haushaltsüberschreitung befassen. „Sie beruhen ausschließlich auf nicht planbaren Kosten der Flüchtlingsunterbringung“, erläuterte Jürgensen. Die Flüchtlingssituation hat sich geändert, ist weniger angespannt. Das Amt konnte die Anschaffung bereits bestellter mobiler Unterkünfte rückgängig machen. Die Verträge für angemietete Wohnungen wurden zum Teil gekündigt. Trotzdem liegen die Ausgaben über dem Erwarteten. Die Gesamtkosten für Unterbringung und Integrationsmaßnahmen belaufen sich bis zum Jahresende auf vor- aussichtlich 1,45 Millionen Euro. Beim Gegenrechnen von Einnahmen und Ausgaben bleiben die sieben amtsangehörigen Gemeinden auf Mehrkosten von 113.500 Euro sitzen. Der Hauptausschuss empfiehlt dem Amtsausschuss, der am Mittwoch, 6. Juli, ab 19 Uhr im Holmer Haus der Gemeinde, Schulstraße 12, tagt, den Nachtrag zu genehmigen und das Geld der Rücklage zu entnehmen.

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