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Wedel-Schulauer Tageblatt

17. Dezember 2017 | 15:10 Uhr

Wedel : Bürger fordern eine Hundewiese

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Hohe Steuern und keine Gegenleistung: Umzäuntes Auslaufareal gewünscht. Keine entsprechenden Pläne der Stadt.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | 120 Euro Hundesteuer pro Tier und Jahr zahlen Wedeler seit 2014. Die Situation für die Halter und ihre Vierbeiner hat sich seitdem nicht verbessert. „Wir wünschen uns eine eingezäunte Wiese in zentraler Lage, wo unsere Hunde einfach mal von der Leine gelassen werden können“, sagt Birgit Heinsohn, Frauchen von „Bosti“ und „Rudi Ratlos“.

Das Vorbild ist eine privat geführte Fläche in Elmshorn. Auf 1,2 Hektar können die Tier dort herumtoben. Spielgeräte wie Tunnel und Reifen stehen bereit, der Platz wird beaufsichtigt. „Für kleinere und größere Hunde gibt es unterschiedliche Öffnungszeiten“, berichtet Heinsohn. Je nach Größe zahlen die Tierhalter zwei bis drei Euro Eintritt für ihre vierbeinigen Freunde. Im Gegensatz zu Hundevereinen könnten die Tiere dort einfach ihrem Spieltrieb nachgehen. „Trotzdem wird das Sozialverhalten gefördert“, betont Heinsohns Mann Otto. Ein ähnliches Angebot wünschen sich die Heinsohns und Mitstreiterin Gabriele Schröder auch für die Rolandstadt. Und nehmen die Stadt in die Pflicht: „Nur für die Kotbeutel müssen wir nicht so viel Hundesteuer bezahlen“, so Heinsohn. Die so genannten Dog-Stations mit Mülltüten werden vom Bauhof der Rolandstadt bestückt.

Ordnungsamtschef Jürgen Brix kennt diese Wünsche. „Bei der momentanen Finanzlage gibt es keine derartigen Pläne in Wedel.“ Vor zirka zwei Jahren hätte sich die Politik bereits gegen ein derartiges Projekt entschieden. Grundsätzlich gilt: Die Hundesteuer ist nicht zweckgebunden und muss nicht dem Wohl der Hundebesitzer dienen. Brix: „Eigentlich soll mit dieser Steuer sogar die Zahl der Hunde in einer Stadt begrenzt werden.“ Er gibt außerdem zu bedenken: „Bei einer städtischen Auslauffläche müsste es auch gefährlichen Hunden gestattet sein, ohne Maulkorb und Leine loszulaufen – ich weiß nicht,ob das im Sinne der anderen Hundebesitzer ist.“ Die Entscheidung für eine umzäunte Hundewiese liege bei der Politik, die Verwaltung sehe aber derzeit auch keine geeigneten Flächen. Für Brix bleibt nur die Chance über eine private Initiative wie in Elmshorn.

In Wedel herrscht kein grundsätzlicher Leinenzwang, sondern nur an ausgeschriebenen Ort wie Fußgängerzonen. Am so genannten Hundestrand duldet die Stadt allerdings freilaufende Tiere. Keine optimale Lösung für Schröder: „Bei Hunden mit starkem Jagdtrieb ist das problematisch, daher wünschen wir uns eine eingezäunte Fläche.“ Denn Halter, die ihre Tiere am Strand oder im Wald völlig aus den Augen verlieren, seien auch für andere Besitzer ein Ärgernis.

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