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Wedel-Schulauer Tageblatt

24. Oktober 2017 | 04:16 Uhr

Hilfsverein aus Wedel : Brunnen bohren in Afrika

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Martin Ebeling informiert am 28. Januar über den von ihm gegründeten Hilfsverein für ein Dorf in Simbabwe.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Wedel | Über die Weltmeere und den Hamburger Hafen kommt Graphit aus dem afrikanischen Simbabwe nach Wedel, wo es von der Graphit Kropfmühl Gruppe zwischengelagert wird. Seit 40 Jahren baut die Passauer Firma den Rohstoff im südlichen Afrika ab. Ebenso lange unterstützt das Unternehmen das Bergarbeiterdorf Lynx vor Ort. Der Wedeler Diplomkaufmann Martin Ebeling ist ein langjähriger Begleiter des Hilfsprojekts. Er gründete den Verein „Lynx-Zimbabwehilfe“ und informiert am Donnerstag, 28. Januar, ab 20.30 Uhr auf dem Theaterschiff Batavia von Hannes Grabau über die Arbeit vor Ort. „Hannes und ich hatten die Idee anlässlich des aktuellen Theaterstücks zum Thema Hilfe für Afrika“, sagt Ebeling. An dem Abend wird der Wedeler zunächst über die reiche Geschichte der Region informieren und den Film „Great Zimbabwe“ zeigen. Die Ruinen des gleichnamigen Reiches, das seine Blütezeit vom 11. bis zum 15. Jahrhundert hatte, sind heute UNESCO-Weltkulturerbe. Im Anschluss informiert Ebeling über die aktuelle politische Situation und über das Lynx-Projekt.

„Wir haben in dem Dorf eine Grundschule, einen Sportverein und eine Krankenstation aufgebaut“, so der Wedeler. Aktuell soll ein neuer Brunnen gebohrt werden. Ein Projektleiter vor Ort kontrolliert die technischen Details. In Lynx leben derzeit zirka 2000 Menschen, davon arbeiten 300 im Graphitabbau. Ebeling: „Lynx befindet sich ein bisschen in der Wildnis, 260 Kilometer von Harare entfernt.“

„Simbabwe ist ein wunderschönes Land und eigentlich sehr reich, mit vielen Rohstoffen, fruchtbaren Böden und guten Chancen für den Tourismus“, so Ebeling. Die politischen Wirrungen hätten jedoch dazu geführt, dass es heute „völlig heruntergewirtschaftet“ sei. Der Eintritt zur Veranstaltung auf dem Theaterschiff ist frei. Spenden zur Unterstützung des afrikanischen Dorfs nimmt Ebeling gern entgegen. www.lynx-zimbabwehilfe.de

Simbabwe (englisch: Zimbabwe) ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Es handelt sich um die ehemalige britische Kolonie Südrhodesien. 1965 erklärte das Land seine Unabhängigkeit, zunächst herrschte eine europäischstämmige Minderheit, die Afrikaner wurden nicht an der Regierung beteiligt. Bei den ersten freien Wahlen gelangte Robert Mugabe an die Macht. Nach anfänglichen Erfolgen verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation. Heute liegt Simbabwe auf dem Index für humane Entwicklung der Vereinten Nationen auf einem der letzten Plätze. Die Arbeitslosigkeit ist extrem hoch. 
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