Wedeler Musiktage : Britisches Flair in Wedel

Stilvoll hatten sich die Akteure des Spitzerdorf-Schulauer Männergesangsverein um Leiter Walter Zielke sämtlich mit Bowler Hütten ausgestattet.

Stilvoll hatten sich die Akteure des Spitzerdorf-Schulauer Männergesangsverein um Leiter Walter Zielke sämtlich mit Bowler Hütten ausgestattet.

Insgesamt fünf Formationen holte Festival-Leiter Mathias Christian Kosel zur Chornacht auf die Bühne des Rist-Forums.

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26. März 2018, 14:30 Uhr

Wedel | Alle Plätze besetzt, Anspannung vorm Auftritt und das Publikum in bester Laune: Wer im vergangenen Jahr dabei war, ließ es sich auch diesmal nicht nehmen, an der Chornacht im Rahmen der Wedeler Musiktage teilzunehmen. Insgesamt fünf Formationen holte Festival-Leiter Mathias Christian Kosel im Laufe des Abends auf die Bühne des Rist-Forums.  Unter dem Motto „Very British!“ waren die Programme entsprechend ausgerichtet und stellten einen Reigen von fast 20 Musikstücken ganz britischen Stil dar. Als erstes begeisterten die Sänger von Choriosum mit Liedern, die von King Heinrich VIII. bis zu Sting reichten.

Der Spitzerdorf-Schulauer Männergesangsverein brachte ausgewählt Maritimes zu Gehör und sorgte mit der Londonderry Air („Danny Boy“) und dem romantischen Windjammer-Klassiker „Kari waits for me“ für anhaltenden Publikumszuspruch. Stilvoll hatten sich die Männer um Chorleiter Walter Zielke sämtlich mit Bowler Hütten ausgestattet. Etwas ganz Besonderes präsentierte Vocalion. Das von Kosel selbst geleitete Vokalensemble bot die überaus selten gespielte „Serenade to music“ von Ralph Vaughan Williams dar. Ein Chorwerk, einst für 16 Solo-Stimmen komponiert, das an diesem Abend für große Freude und Zustimmung bei den Zuhörern sorgte.

Über die unterschiedlichen Qualitäten der Chöre und Auswahl der Musikstücke wurde in der Pause eifrig diskutiert. „Wir wollen die zahlreichen musikalischen Aktivitäten der einzelnen Chöre aus unserer Umgebung mit den Musiktagen verzahnen“, erläuterte Musiktage-Organisator Martin Schumacher das Konzept. „So können wir die Bandbreite des musikalischen Schaffens zumindest in Ausschnitten präsentieren.“

Es werde heiß, kündigte Kosel die zweite Hälfte des Konzertabends an und meinte damit die Aufführung des Gymnasium-Chors Chorist. Unter Dorothea Lange sangen und begeisterten die Jugendlichen mit Songs von Lady Gaga bis Queen. Valerie Krivoborodov und der Kammerchor brachten dann echte „Night-of-the-Proms“-Atmosphäre in den Saal. Bei Elgars „Land of Hope and Glory“ wurde es unruhig auf den Stühlen und einige Besucher sangen frohgemut den Text mit.

Zum Finale ging es noch einmal für alle Chöre auf die Bühne, um aus fast 150 Kehlen das berühmte britische Lied „Jerusalem“ erklingen zu lassen. Teils bewegt, teils beseelt, auf alle Fälle zufrieden gingen die Besucher nach Hause.

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