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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. Oktober 2017 | 12:16 Uhr

Gehirnjogging : Bridge-Premiere im Dörpshus

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Zum ersten Turnier des Wedeler Clubs in neuer Spielstätte in Holm kamen 70 Spieler.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2016 | 16:15 Uhr

Holm | Seit 19 Jahren gibt es in Wedel einen Bridge-Club. Auf 95 Mitglieder ist er angewachsen, jeden Montag und jeden Donnerstag richtet er ein Turnier aus. Und das jahrelang in Räumlichkeiten des Wedeler Turn- und Sportvereins TSV. Als die Stadt dort aber Flüchtlinge einquartierte, war der Club erstmal obdachlos. Jetzt rettete die Gemeinde Holm die Spielfreunde aus ihrem Dilemma und bot das Dörpshus als neue Unterkunft an. Zur Holmer Turnierpremiere kamen fast 70 Bridgespieler zusammen.

Das waren etliche mehr als angemeldet. Ein erstes Organisationsproblem, denn bei einem Bridgeturnier wird die Anordnung der Spielertische im Voraus festlegt. Die Teilnehmer werden dann in Vierergruppen auf die Tische verteilt. Diese Regelung hat etwas mit der Chancengleichheit zu tun, denn, so machte Reimer Eck klar, Bridge ist ein Sport und keineswegs ein Glücksspiel. Genau darum geht es eigentlich nicht ohne Voranmeldung.

Da nun die Zahl der spontan Dazugekommenen durch vier teilbar war, ließ sich die Herausforderung diesmal leicht bewältigen. Vereinschef Eck war denn auch sehr glücklich über die gute Annahme der neuen Spielstätte, besonders auch über die zahlreichen Nichtmitglieder aus Holm und benachbarten Gemeinden, denn der Verein möchte sich gerne vergrößern, vielleicht auch etwas verjüngen.

Etwas Bridge spielen sollte man können, wenn man dazugehören will, räumte Eck ein, aber die Grundregeln seien sehr einfach. Man kann sie an Volkshochschulen lernen, ebenso gut auch aus einem Lehrbuch oder aus Internet-Angeboten. Gespielt wird mit einem französischen 52er-Blatt ohne Joker. Die vier Farben heißen Pik, Coeur (für Herz), Karo und Treff (für Kreuz), die Wertigkeit der Karten geht von der höchsten, dem Ass, über die „Figuren“ König, Dame, Bube bis hinunter zur Zwei. Diese Karten werden im Voraus gemischt und aufgeteilt, und zwar so, dass alle gleiche Chancen haben.

Je weiter man von hier in die Turnierregeln vordringt, umso komplizierter wird es. Spielen mag leicht sein, gut spielen aber nicht. Das hat Bridge mit Schach gemeinsam. Es sei wie „Gehirnjogging“, lautet eine Analogie des Vereinsvorsitzenden. Mit Mathematik habe es zu tun, vielleicht auch mit Physik, mit abstraktem Denken und Kombinieren. Und ein gutes Gedächtnistraining sei es obendrein.

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