zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

15. Dezember 2017 | 17:19 Uhr

Haselau : Breite Zustimmung für Nachtbus

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Arbeitskreis soll Vorlage zur Abstimmung in politischen Gremien vorbereiten. Projektkosten: 25.000 Euro. Zwei Spendenzusagen.

shz.de von
erstellt am 04.Sep.2015 | 14:00 Uhr

Haselau | Nachtbusfahrten über die Dörfer: „Eigentlich heißt es ja: Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man einen Arbeitskreis. Aber hier macht es wirklich Sinn“, scherzte der Heistmer Bürgermeister Jürgen Neumann beim Nachtbusgipfel in Haselau. Der Arbeitsgruppe gehören neben Melanie Peters, Gina Hartmann und Caroline Schöbel als Initiatoren des Nachtbus-Projekts Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) und Rainer Jürgensen, Amtsdirektor des Amts Moorrege, sowie der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Hölck an.

Hansen wird mit ihrer Verwaltung eine mögliche Bundesförderung prüfen und zusammen mit Jürgensen eine Vorlage für alle Gemeindegremien ausarbeiten, über die noch im Herbst abgestimmt werden könnte, um das Projekt zunächst für ein Jahr zu finanzieren.

„Wir wünschen uns jeweils zwei Fahrten von Freitag auf Sonnabend und Sonnabend auf Sonntag“, sagte Peters. Kostenpunkt: 25  000 Euro. Eine Fahrt soll vor Mitternacht stattfinden – über die zweite müsse beraten werden. Die Nachtbusse sollen zwischen Wedel und Uetersen pendeln und dabei Holm, Hetlingen, Haseldorf, Heist und Moorrege anfahren. „Wir sind auf die Bürgermeister zugegangen und haben durchweg positive Resonanzen erhalten“, sagte Peters. Doch beim Thema Finanzen wurden sie von einer Gemeinde zur nächsten geschickt.

„Der Bus ist nicht nur für die Jugendlichen wichtig, sondern auch für Best Ager und Senioren, die das Kulturangebot in Hamburg nutzen“, sagte Hölck. Er hatte zum Nachtbusgipfel eingeladen, um einen Konsens zu erreichen. „Wir müssen das Thema ernst nehmen, und wir müssen die Jugend ernst nehmen. Sonst geht sie für die Demokratie verloren“, mahnte der SPD-Landtagsabgeordnete.

Ralf Hübner (Freie Wahlgemeinschaft Hetlingen) sicherte die volle Unterstützung seiner Fraktion zu: „Es besteht ein großer Bedarf. Wir würden trotz des defizitären Haushalts versuchen, es zu unterstützen.“ Ganz so offensiv äußerten sich die anderen anwesenden Gemeindevertreter nicht. Sie verwiesen auf die Beratung in den politischen Gremien. Einzig Lutz Degener (CDU), stellvertretender Vorsitzender des Sozialausschusses Wedel, äußerte sich skeptisch: „Wir fühlen uns als Abfahrtsort nur bedingt betroffen. Wir wollen aber signalisieren: Wedel hört zu.“

Die Kosten sollen nun auf die Gemeinden umgerechnet und von den politischen Gremien genehmigt werden. „Wir versuchen zudem, weitere Sponsoren zu gewinnen“, so Peters. Zwei Unternehmen hätten bereits feste Zusagen gegeben. Weitere sollen folgen. Hölck sagte abschließend: „1969 sind die ersten Menschen auf dem Mond gelandet. Da muss es doch heute möglich sein, zwei Buslinien zu installieren.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen