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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 08:28 Uhr

Debatte an der Elbe : Braucht Wedel neue Schulen?

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Verwaltung will bis September eine Prognose erstellen. Der SPD–Antrag auf Neubau wird geprüft.

shz.de von
erstellt am 06.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Wedel | Noch bevor der Bildungsausschuss nach der Diskussion über die Zukunft der Wedeler Schulen zur Abstimmung schreiten konnte, grätschte Fachdienstleiter Burkhard Springer mit einem großzügigen Angebot dazwischen. Der Verwaltungsmitarbeiter erklärte sich bereit, den Anträgen von CDU und SPD auch ohne Mehrheitsbeschluss zu folgen. In den kommenden Monaten werden Springer und seine Kollegen Zahlen und Daten auswerten und einen Schulentwicklungsplan erstellen – das war der Wunsch der Christdemokraten. Auch dem Vorstoß der Genossen, den Bau einer neuen Grundschule auszulooten, wird die Verwaltung nachkommen. Nach der Sommerpause möchte Springer den Entwicklungsplan vorlegen und eine fundierte Einschätzung zum Thema Schulneubau abgeben. „Das ist sportlich, aber zu leisten“, kommentierte der Fachbereichsleiter.

In der Debatte wurde klar: In der Politik herrscht Einigkeit, dass die Auslastung der Wedeler Grundschulen im Blick behalten werden muss. Derzeit ist die Raumnot groß, Für die Albert-Schweitzer-Schule bewilligten die Fraktionen gerade zusätzliche Container. Auch an der Moorwegschule wurden bereits Fachräume zu Klassenzimmern umgewidmet.

Auch wenn sich die demografische Entwicklung der Gegenwart nicht einfach auf die Zukunft anwenden lässt – mit einem detaillierten Schulentwicklungsplan hofft die CDU dennoch, fundierte Prognosen wagen zu können. Mögliche Alternativen zu einem Neubau sollen dabei geprüft werden. „Eine neue Schule braucht natürlich auch die Infrastruktur wie eine Turnhalle – Erweiterungsbauten an bestehenden Einrichtungen wären da eventuell günstiger“, sagte Christdemokratin Heidi Garling. SPD-Frau Heidi Keck äußerte Bedenken: „Mit einem Schulentwicklungsplan könnten wir zuviel Zeit verlieren.“ Detlef Murphy, Ratsherr der Linken, vermutete, dass sich aus einem Schulentwicklungsplan sowieso der Bedarf für eine neue Grundschule ergeben würde.

Mit einer sofortigen Zustimmung zu ihrem Antrag hatten die Sozialdemokraten „nicht unbedingt gerechnet“, wie Keck betonte. Das die Verwaltung sich nun mit diesem Thema beschäftigt, sorgte daher für zufriedeneGesichter bei den Genossen.

Als Standort für die neue Bildungseinrichtung hatte die Fraktion den Wedeler Norden vorgeschlagen. Dort könnte in Zukunft ein Neubaugebiet entstehen. Die Grundschule soll daher zunächst zweizügig sein und ausgebaut werden, falls das Quartier Wedel-Nord Realität wird. Nicht nur steigende Schülerzahlen durch Bauprojekte und Flüchtlinge sprechen für die Genossen für eine vierte Grundschule. Inklusion und Integration von fremdsprachigen Kindern bedeuten einen höheren Raumbedarf.

Ein Hindernis für den Bau: Die Stadt besitzt keine geeigneten Flächen in diesem Teil Wedels. Die SPD hofft darauf, dass Flächen mit privaten Grundstücksbesitzern getauscht werden können.

Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport  hat das neue Konzept der Verwaltung für die sozialpädagogische Arbeit in Kitas mit Änderungen abgesegnet. Der  Rat hatte eine Halbierung der Mittel auf 50.000 Euro im Jahr beschlossen. Die Verwaltung schlug daher vor, sich zukünftig nur auf die Beratung von Eltern in Erziehungsfragen zu konzentrieren. Erweitere Angebote wie Themenabende oder Vorträge sollten entfallen. Zur Kontaktaufnahme für Eltern mit Beratungsbedarf sollten weiterhin so genannte Elterncafés dienen. Diese würden aber nur noch mit maximal einer Stunde pro Einrichtung und Monat finanziell gefördert werden. Auf Anregung der Fraktionen wurde dieser Passus gestrichen. Die Elterncafés sind nun Teil der Beratungsarbeit und können so bei Bedarf auch häufiger abgehalten werden.
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