Grosseinsatz für Wedeler Feuerwehr : Brand im Wasserwerk

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Vorläufig außer Betrieb: Nach einem Feuer im Wasserwerk Haseldorfer Marsch muss die Anlage erst einmal von Netz.

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23. November 2013, 16:00 Uhr

Nach dem Brand eines Kompensationskondensators im Wasserwerk Haseldorfer Marsch beim Wedeler Krankenhaus muss die Anlage auf noch unbestimmte Zeit vom Netz genommen werden. Kurz vor 11 Uhr lief gestern der Alarm bei der Freiwilligen Feuerwehr Wedel auf. Als die Feuerwehrleute am Brandort eintrafen, zog fetter, schwarzer Rauch aus den Fenstern des Gebäudeteils, in dem die Elektroanlage untergebracht ist.

Techniker der Betreiberfirma Holsteiner Wasser und des Starkstromnetz-Betreibers Eon klemmten zunächst die Stromversorgung ab, bevor Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz den Kampf gegen den Brand aufnahmen. Erste Löschversuche mit Kohlendioxidgas blieben erfolglos. Um möglichst wenig Kollateralschäden anzurichten, verzichtete die mit insgesamt 50 Mann angerückte Wehr, die noch von Atemschutzgeräteträgern der Holmer Kameraden verstärkt wurde, darauf, den Raum mit der offensichtlich wegen eines Defekts in Flammen geratenen Anlage komplett mit Löschschaum zu fluten – stattdessen wurde allein der Schaltschrank, in dem der Kondensator untergebracht ist, aufgebrochen und gelöscht.

Personen kamen nicht zu Schaden. Die Havarie hat keine negativen Auswirkungen auf die Wasserversorgung im Westen Hamburgs, Wedels und Orten in der Marsch, da andere Werke die in Wedel aufgearbeiteten 170 000 Kubikmeter Wasser täglich ausgleichen können. Wasserwerk-Betriebsleiter Gerhard Gehrke: „Auch um die einwandfreie Qualität des Wassers braucht sich niemand Sorgen zu machen, da die betroffene Anlage lediglich die Reinwasserpumpen antreibt und Rauch-Emissionen nicht in den Kontakt mit Wasser gekommen sind.“

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