zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

15. Dezember 2017 | 23:02 Uhr

Blick in Hetlingens Vergangenheit

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Der Arbeitskreis Geschichtslehrpfad hat die ersten vier Hinweistafeln aufgestellt

„Wenn Sie in Cranz sind, sind sie nicht in Hetlingen“, sagt Jonny Wrage. Für einen Außenstehenden klingt das seltsam, zweigt doch die Straße – gefühlt zumindest – mitten im Dorf von der Hauptstraße ab. Doch Wrage muss es wissen. Er ist der Historiker von Hetlingen. Gemeinsam mit anderen Hetlinger Urgesteinen und auch zwei jugendlichen Chronisten hat er sich in der Arbeitsgruppe Geschichtslehrpfad zusammengefunden, um die wechselvolle Vergangenheit des Dorfes öffentlich zu machen.

Ideen dafür hat die Gruppe viele, jetzt konnte sie erste Erfolge in ihrem Bemühen feiern: Vier Geschichtstafeln sind aufgestellt, die in Hochdeutsch, auf Platt sowie mit Bildern und einer Orientierungsskizze von der Entwicklung der jeweiligen Ortsteile berichten. Der Name Hetlingen geht zurück auf die Sippe Hetilo, erfährt man dort beispielsweise. Außerdem, dass das Dorf 1239 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde sowie dass sich erst mit dem Deichbau 1714 bis 1717 Landwirtschaft als Lebensgrundlage entwickeln konnte. Durch die Bandreißerei wurde Hetlingen sogar Ende des 18. Jahrhunderts Mittelpunkt der Haseldorfer Marsch.

Die Gruppe lieferte das Wissen und die Recherchearbeit, doch ohne weitere Unterstützer hätte das heimatkundliche Geschichtsprojekt, das auf einen Anstoß aus der CDU-Fraktion zurückgeht, nicht realisiert werden können. Günter Nichts gestaltete und erstellte die Tafeln, Firma Möller baute die Rahmenständer und die Hetlinger Unternehmer, die Jagdgenossenschaft sowie die Raiffeisenbank griffen dem Team finanziell unter die Arme. Als nächstes plant die Gruppe etwas Monumentales: Eine drei Mal fünf Meter große Gesamtübersicht des Dorfes, die an die Wand der Feuerwache geheftet werden soll. Auch dafür werden Unterstützer gesucht.  

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert