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Wedel-Schulauer Tageblatt

11. Dezember 2017 | 04:03 Uhr

Blauer Engel für 600 Euro ersteigert

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Win-win-win-Idee Drei Parteien profitieren von einer Bildauktion der Hetlinger Künstlerin Ute Farr / Weitere Aktionen angekündigt

Kaum hatte sie das Bild vom blauen Engel ins Netz gestellt und mit der Bieterauktion begonnen, ploppte auch schon das erste Gebot über 100 Euro auf, erzählt Künstlerin Ute Farr begeistert. Die Hetlinger Malerin kann zu Recht stolz auf ihre Idee sein. Denn nach zehn Tagen ging das Bild für 600 Euro weg, die jetzt dem Adressaten der Charity-Aktion, dem Kinderhospiz Sternenbrücke in Hamburg-Rissen, übergeben wurden.

Mit der Wohltäterin freut sich nicht nur Stefanie Wolter, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit, über die finanzielle wie ideelle Unterstützung fürs Hospiz, sondern ebenso Christina Markmann, die Gewinnerin der Auktion. Für sie wurde der Endspurt richtig spannend. Zusammen mit ihrem Mann betreibt Markmann eine Firma für Sanitär und Heizungstechnik in Hamburg. Anstelle Geld auszugeben für Weihnachtsgeschenke an Kunden soll gespendet werden, hatten die beiden für dieses Jahr entschieden. Da kam ihnen das Bild gerade recht. Es gefiel den Unternehmern nicht nur, es unterstützte auch eine gute und richtige Sache.

Aufmerksam auf die Versteigerung seien sie über unsere Zeitung geworden, erzählt Markmann. Als sie am Morgen kurz vor dem Auslaufen der zehntägigen Aktion ins Netz guckte, wurde es hektisch. „Mist, da ist jemand drübergegangen“, dachte die Geschäftsfrau. Sofort habe sie sich mit ihrem Mann beraten, wie hoch sie gehen wollten? Der Rest der Zeit bis 12 Uhr bedeutete dann: klicken und mitfiebern. „Das war spannend.“

Doch das Glück war den beiden Unternehmern hold. Für 390 Euro ging der blaue Engel schließlich an Markmanns. Die legten kurzentschlossen sogar noch 210 Euro drauf. „Wir hängen es wahrscheinlich in der Firma auf“, erzählt die Inhaberin begeistert.

Bereits zum dritten Mal versteigert Farr übers Internet zugunsten des Kinderhospizes ihre Werke. Sie malt viel und gerne, erzählt die Künstlerin. Nicht nur ihr Atelier in Hetlingen, ihr ganzes Haus dort sei voller Bilder. Den Engel hat Farr bereits vor zwei Jahren angefertigt. „Love is healing“ lautet der Titel. Der sei ihr, wie alle ihre Titel, spontan in den Sinn gekommen. Zur Sternenbrücke passte nicht nur die Bezeichnung, dachte sich die Künstlerin, sondern auch das Motiv des Engels, das zudem mit der Weihnachtszeit korrespondiert. „Ich hab das Bild nicht geplant“, erläutert Farr ihre konzeptionelle Herangehensweise. Neben Landschaften malt sie auch gern Motive, die sich um’s Wasser drehen. Zudem sind „magische Fantasiewelten“ ihr Metier. Das sind surreale Arbeiten, deren Bildträger sich aus der Zwei- in die Dreidimensionalität erheben. Nur abstrakt könne sie nicht, sagt sie lachend.

Wer diesmal nicht zum Zuge gekommen ist, muss nicht aufstecken. Farr macht weiter, kündigt die Hetlingerin an.  


>  www.farrbtraeume.com

>  www.sternenbruecke.de

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