Festwoche : Bischöfin lobt Wedels Gemeinde

Bischöfin Kirsten Fehrs: „Wedel hat eine lebendige Gemeinde.“
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Bischöfin Kirsten Fehrs: „Wedel hat eine lebendige Gemeinde.“

Mit einem Festgottesdienst haben in der Immanuelkirche am Roland die Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen des Kirchspiels Wedel begonnen.

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02. Juni 2014, 12:00 Uhr

Wedel | Das war ein Auftakt nach Maß. Mit einem Festgottesdienst samt Predigt von Bischöfin Kirsten Fehrs, Glückwünschen von Propst Thomas Drope und Bürgermeister Niels Schmidt haben in der Immanuelkirche am Roland die Feierlichkeiten zum 700-jährigen Bestehen des Kirchspiels Wedel begonnen. Betont wurde dabei der Wunsch nach Ökumene – der zu einem großen Teil schon erfüllt ist, denn Vertreter aller kirchlichen Wedeler Gemeinden, die einst aus der „Keimzelle“ des Kirchspiels „de wedele“ hervorgegangen sind, nahmen an dem Gottesdienst teil.

Locker und sogar fröhlich hielt Bischöfin Fehrs ihre Predigt. Sie lobte die Zusammenarbeit der unterschiedlichen, im Laufe der Jahrhunderte nach der Reformation aus der katholischen Kirche hervorgegangenen Gemeinden als „großen Schatz“. Unterschiede seien befriedet statt befürchtet. Allen sei gemein, dass sie Jesus Christus „mitten in die Welt“ gebracht haben, dass sie Orte des Mitgefühl, von Licht und Trost und der Nachdenklichkeit seien. Wedel sei eine lebendige Gemeinde über Konfessionsgrenzen hinweg.

Anerkennung fand sie für die Motivation der Wedeler, nach Rückschlägen immer wieder neu anzufangen und machte das am Beispiel der Kirchtürme deutlich. „In fast jedem Jahrhundert seit die Kirche besteht, ist der Kirchturm zerstört worden – und immer wieder wurde er aufgebaut, zuletzt vor fünf Jahren. Das ist ein Zeichen: Hier wollen wir sein!“

Bürgermeister Niels Schmidt stellte die Werte der Kirche in den Mittelpunkt. „Zwischen Stadt und Kirchengemeinde gibt es eine tiefe Verbundenheit, weil die Kirche viele Aufgaben in Bildung und sozialem Bereich übernimmt“, sagte er. Gegen die verbreitete Meinung, die Kirche sei nach der Säkularisierung weniger wichtig geworden, sprach er sich deutlich aus. „Ich meine genau das Gegenteil. Kirche hat unsere Werte geprägt und bei einer Vielzahl von Problemen wünsche ich mir mehr Bewusstsein, wie hilfreich der christliche Gedanke sein kann“, so Schmidt. Nach dem Gottesdienst gab’s Sekt, Kaffee, Kuchen und Gulaschsuppe.

Bis zum 9. Juni gibt es im Rahmen der Festwoche viele Veranstaltungen und auch danach sind einzelne Ereignisse geplant. Weitere Informationen gibt es in der kostenlosen Festschrift, die in den Kirchenbüros in der Küsterstraße und der Feldstraße zu bekommen ist.

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