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Wedel-Schulauer Tageblatt

13. Dezember 2017 | 07:15 Uhr

Bis an die Grenzen der Belastbarkeit

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Heist: Wehrführer Helmut Ossenbrüggen betont gestiegene Anforderungen im Dienst

„Als diese Männer bei der Feuerwehr Heist angefangen haben, war ich gerade mal fünf Jahre alt“, staunte Bürgermeister Jürgen Neumann (CDU) fast andächtig bei der Ehrung von Wilhelm Behrens, Walter Heydorn und Vieth Both bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Heist am Freitag in der Schulstraße 3. Nachdem Wehrführer Helmut Ossenbrüggen sie für je 60 Jahre Mitgliedschaft in der Heistmer Wehr mit einem Abzeichen geehrt hatte, überreichte Neumann den Feuerwehrleuten aus der Ehrenabteilung als Vertreter der Gemeinde jeweils eine „moderne“ Uhr und das Wappen von Heist. Auch der Vize-Wehrführer Kai Ludewigs erhielt diesen digitalen Zeitmesser und ein Ehrenabzeichen für 30 Jahre Treue zur Feuerwehr Heist.

Vieth René Both wurde für zehnjährige Zugehörigkeit ausgezeichnet und auch noch zum Löschmeister befördert, ebenso wie Kai Lohse, welcher zudem zum neuen stellvertretenden Schriftwart gewählt wurde.


Neuer Kassenwart nach 25 Jahren


Zum Oberfeuerwehrmann wurde Steffen Behnert und zum Oberlöschmeister Florian Harder befördert. Die Wahlen verliefen in diesem Jahr sehr schnell und unkompliziert, entweder ging der Kandidat kurz vor die Tür oder es wurde per Stimmzettel abgestimmt. So wurde Tim Behnke nach seinem absolvierten Auswärtsjahr einstimmig in die Wehr übernommen und Tore Möller zum neuen stellvertretenden Jugendwart gewählt. Sein Vorgänger Knut Plehn, welcher vor sieben Jahren mit die Jugendfeuerwehr gründete, erhielt als Wertschätzung die bronzene Spange von Kreisjugendwart Ernst-Niko Koberg. Neu im Vorstand ist Uli Kühl als Kassenwart. Er wurde einstimmig gewählt, nachdem sein Vorgänger Rainer Witthohn nach 25 Jahren ehrenvoller Tätigkeit sein Amt niedergelegt hatte.

Zu neuen Kassenprüfern wurden Karsten Hackert und Christian Röttger bestimmt.
Die Verabschiedung von Frank Heinsohn aus dem aktiven Dienst fiel dem Chef der Truppe sichtlich schwer. „Wir haben viel Spaß miteinander gehabt“, so Ossenbrüggen ein wenig wehmütig. Der Jahresbericht hingegen war sehr sachlich gehalten, mit einem guten Ergebnis des Jahres 2014 und einem positiven Ausblick in die Zukunft.Mit 14 Einsätzen war es ein eher ruhiges Jahr, bis auf einen Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten. Auch ein Suizidversuch im Oktober stellte die Nerven der FF Heist auf eine harte Probe. Im Zuge des anstehenden Jubiläums zum 125. Geburtsatg in 2015 erklärte der Wehrführer, dass sich die Aufgaben und das Gefahrenpotential seit der Zeit grundlegend geändert hätten. Stand früher noch die traditionelle Brandbekämpfung im Vordergrund, so gehörten heute Umweltkatastrophen, Verkehrs-und Flugunfälle, Tierrettungen und auch Leichenbergungen zu den Einsätzen. Oft gingen die Einsätze „bis an die Grenzen der Belastbarkeit der Kameraden“, so erklärte Ossenbrüggen. Das bedeute für den einzelnen Feuerwehrangehörigen ein „hohes Maß an Ausbildung und auch ständiger Weiterbildung“. So wurden im vergangenen Jahr mehr Ausbildungsstunden als je zuvor in der Geschichte der FF Heist durchgeführt.


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