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Hohe Kunst in Wedel : Bilderreise durchs Alte Testament

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Die Auferstehungskirche zeigt bis Sonnabend 42 Lithografien von Marc Chagall anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Gemeinde.

Er gilt als einer der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts: Marc Chagall (1887 - 1985). „Ich las die Bibel nicht, ich träumte sie“, hat der Franzose russisch-jüdischer Herkunft einmal gesagt. 42 seiner „Traumbilder“ zur Bibel sind seit dem Wochenende in der Auferstehungskirche der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde an der Boockholtzstraße zu sehen. Anlass, einmal eine ganz besondere Ausstellung in die Rolandstadt zu holen, ist das 50-jährige Bestehen der Gemeinschaft. „Wir wollen die Wedeler einladen, mit uns zu feiern“, sagte Pastorin Petra Reinecke während der Vernissage, zu der sich etwa 100 Besucher eingefunden hatten.

Die Geistliche begrüßte unter den Gästen besonders die ehemalige Stadtpräsidentin Sabine Lüchau (CDU), die sich noch zu ihrer Zeit als Stadtoberhaupt bereiterklärt hatte, die Schirmherrschaft für die Schau zu übernehmen. Lüchau ist nach wie vor Vorsitzende der Amschlerstiftung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kunst und Kultur in Wedel zu fördern. Die Stiftung finanziert auch die Präsentation. „Chagall wollte uns Menschen unserer Zeit, denen es schwer fällt, in der Bibel zu lesen, Hilfe geben, die Bibel vom Bild her zu verstehen“, sagte Lüchau.

Die Werke wurden von der Galerie Traudisch-Schröter aus Wiehl/Nordrhein-Westfalen zusammengestellt. „Aufgrund unserer christlichen Motivation wollten wir ausschließlich biblische Motive zeigen“, erläuterte Pastorin Reinecke. Gemeindemitglieder holten die Lithografien aus Wiehl ab und hängten sie im Gottesdienstraum auf. Die Bilder zeigen einen chronologischen Ablauf des Alten Testaments – mit Motiven unter anderem von der Schöpfung, Adam und Eva, den Erzvätern, Mose und den Königen.

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von einem Musiker-Trio aus Hamburg, das klassische und moderne Weisen auf Cello, Bratsche und Saxophon spielte. Am Wochenende folgten weitere Veranstaltungen zum Jubiläum der Auferstehungskirche, darunter ein Vortrag mit dem Thema „Hiob, Gott und das Leid“ sowie ein Familienfest. Am Sonnabend, 7. September, wird die Familie Lachmann um 20 Uhr ein Klezmer-Konzert geben.

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erstellt am 03.Sep.2013 | 12:00 Uhr

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