Bilder als Spiegel der Seele

Die studierte Modedesignerin Antje Schölzel stellt zirka 30 ihrer Werke zur Verfügung.
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Die studierte Modedesignerin Antje Schölzel stellt zirka 30 ihrer Werke zur Verfügung.

Ausstellung „Verweilen, um zu sehen“ von Anja Schölzel im Wedeler Reepschlägerhaus eröffnet / Bilder sind bis zum 10. April zu sehen

shz.de von
27. Februar 2016, 16:00 Uhr

Mehr als 40 Gäste waren zur Eröffnung der Ausstellung „Verweilen, um zu sehen“ ins Wedeler Reepschlägerhaus gekommen. Dort stellt zurzeit die Seestermüher Künstlerin Antje Schölzel rund 30 ihrer teils grafisch strengen, teils luftig zarten Werke aus. „Ich bin fasziniert von der Vielfältigkeit, die in den Bildern steckt“, sagte die Vorsitzende des Förderkreises Reepschlägerhaus, Anja Badners, in ihrer Begrüßungsrede.

Ideen und Motive hat die sympathische Künstlerin mit dem offenem Blick und großen Lachen unter anderem auf ihren zahlreichen Reisen gesammelt. Landschaften verfremdet sie, verschleiert, akzentuiert. Schölzel möchte so eine neue innere Welt sichtbar werden lassen, die jeder individuell wahrnimmt. „Ich sehe bei jedem Hinschauen etwas Neues“, habe ein Kunde einmal zu ihr gesagt. Und genau das ist die Absicht der Künstlerin.

Die ausgebildete Modedesignerin liebt das Arbeiten mit verschiedenen Materialien wie Filzpappe, Holz und Bütten. In Schichten legt sie Tusche, Beize, Moorlauge, Acrylfarbe oder Wachs übereinander, schafft Strukturen, fügt kalligrafieartige Zeichen hinzu.

Die Kompositionen sind zurückhaltend in Schwarz, Grau, Beige, Blaugrau oder Goldbraun gehalten, ein Spiel mit Licht und Schatten. Nie aufdringlich, immer etwas verhangen, diskret durchscheinend. Offene Titel wie „Zielfindung“, „Licht“ oder „Jetzt“ setzen der Fantasie keine Grenzen.
Schölzel legt Spuren, verdeckt sie, um sie dann wieder anders auftauchen zu lassen. Ein Prozess, der sich über Tage hinzieht, bis das Bild für die gebürtige Stuttgarterin stimmt. Sie will nie direkt, offensichtlich sein, sondern dem Betrachter die Freiheit lassen, etwas Eigenes zu sehen. So kann Verschüttetes wieder auftauchen und einen Perspektivwechsel bewirken. Und das braucht eine Weile.

Die Ausstellung „Verweilen, um zu sehen“ ist bis zum 10. April im Reepschlägerhaus in der Schauenburgerstraße 4 zu besichtigen. Geöffnet ist die Teestube des „Reepis“ unter der Woche außer montags von 16 bis 22 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 15 bis 22 Uhr.


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