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Elbmarschenhaus : Bienen-Bannmaske gegen böse Geister

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Eine eindrucksvolle Imker-Schau verspricht das Elbmarschenhaus. Am Sonntag wird Honig geschleudert.

Im Haseldorfer Elbmarschenhaus duftet es zart und süßlich-herb nach Wald. Aus einem wohlriechenden Korb hört man Bienen summen, in einem anderen „tüten“ und „quaken“ Königinnen auf Knopfdruck. Bis zum 27. Juli bietet die Ausstellung „Das süße Leben der Honigbienen“ des Uetersener Imkers Alfred Schade eine Fülle von Informationen, sinnlichen Eindrücken und Schauwerken.

Unter der Lupe können Exemplare genau studiert werden. Der große Feind der heimischen Biene, die Varroamilbe, ist im Gläschen zu sehen. Große Informations- und Schautafeln hängen an den Wänden und geben einen Überblick über die Vielseitigkeit des Naturprodukts Honig oder die Ernte-Erträge mit und ohne Bienenvolk.

Allerlei Utensilien wie Königinnen-Fang- und Zeichengeräte zeigen die Schaukästen. Rundtanz und Schwänzeltanz werden an einem von Schrade eingerichteten Computer präsentiert und erklärt. Ein Ostpreußischer Kanitzkorb aus Kuhmist ist zu sehen, eine Bannmaske, die einst böse Geister abschrecken sollte, und ein natürlicher Bienenschwarm. Der kulturellen Bedeutung widmet sich die „Geschichte von Wachs und Kerze“. Auch Wespen und Hornissen samt großem Nest werden behandelt.

Farbenfroh geht es zu: Schrade mag Bienenkästen bunt angemalt. Draußen steht am Teich ein Schaubienenkasten, in den durch ein Spiegel bequem von unten hinein gesehen werden kann. Die Mischung aus Informationen, Blickfängen und sinnlichem Erleben gelingt der Ausstellung hervorragend. Am kommenden Sonntag, 25. Mai, bietet Schade ab 14 Uhr eine besondere Aktion an: Unter seiner Aufsicht darf Honig geschleudert werden. Kinder haben zwar Vorrang, aber auch Erwachsene sind erwünscht. „Dann kann direkt geschleckt werden. Der naturbelassene Honig hat ein anderes Aroma“, sagt Schade.

Das Haseldorfer Elbmarschenhaus (Hauptstraße 26) ist mittwochs bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos. Extraführungen für Gruppen und Schulklassen sind möglich. Infos unter Telefon (04129) 9554912.
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erstellt am 22.Mai.2014 | 16:00 Uhr

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