Frühbetreuung in Wedel : Betreuung in der Moorwegschule: Eltern sollen für Frühdienst zahlen

Der Unterricht der ersten und zweiten Klassen an der MWS beginnt erst um 8.35 Uhr. Deswegen hatten Eltern Bedarf nach einer Frühbetreuung angemeldet.

Der Unterricht der ersten und zweiten Klassen an der MWS beginnt erst um 8.35 Uhr. Deswegen hatten Eltern Bedarf nach einer Frühbetreuung angemeldet.

Verwaltung der Stadt Wedel veranschlagt für neues Betreuungsangebot an der Moorwegschule 20 Euro im Monat.

shz.de von
19. Juni 2018, 13:30 Uhr

Wedel | Der Frühdienst an der Wedeler Moorwegschule (MWS) soll kommen – jetzt legt die Stadtverwaltung einen Kostenplan vor. Eltern, die den Service in Anspruch nehmen, sollen demnach einen monatlichen Beitrag von 20 Euro zahlen. Die Stadt müsste bei 30 betreuten Kindern jährlich noch 25.800 Euro zuschießen. Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport diskutiert die Vorlage am Mittwoch, 27. Juni.

Eltern hatten Bedarf nach einer solchen Frühbetreuung angemeldet, weil der Unterricht der ersten und zweiten Klassen an der MWS erst um 8.35 Uhr beginnt. Bisher übernimmt die Schule die Aufsicht erst ab 8.20 Uhr. Für einige Eltern stellt dies ein Problem dar, weil sie früher zu Arbeit müssen. Bei einer Bedarfsabfrage gaben 31 Familien an, eine frühere Betreuung zu benötigen. Die dritten und vierten Klassen der Schule beginnen bereits um 7.45 Uhr mit dem Unterricht. Die Schule hatte ihr Modell mit Rücksichtnahme auf den Biorhythmus der Jüngsten sowie eine entzerrte Verkehrssituation vor der Schule begründet.

Kritik an spätem Unterrichtsbeginn

Die Fraktionen von Grünen und SPD, die den Frühdienst per Antrag gefordert hatten, betonten dagegen, dass der spätere Unterrichtsbeginn der Vereinbarkeit von Familie und Beruf entgegenstehe. Viele Familien könnten ihre Kinder in der Kita bereits um 7 Uhr abgeben und würden nach der Einschulung in ein „Betreuungsloch“ fallen. Der Rat hatte sich Anfang Mai schließlich für die Einführung des Frühdienstes entschieden.

Laut der aktuellen Vorlage der Verwaltung soll nun eine Betreuungsgruppe für maximal 30 Kinder für die Zeit von 7.30 bis 8.20 Uhr entstehen. Das Angebot soll nach den Sommerferien eingeführt werden. Die Eltern würden dazu aufgefordert werden, sich konkret anzumelden. Um das Verfahren schlank zu halten, schlägt die Verwaltung einen einheitlichen Betrag von 20 Euro monatlich vor.

Bei dem Frühdienst soll es sich nicht um eine pädagogische Betreuung, sondern lediglich um eine Aufsicht handeln. Der Stellenplan müsste um 18 Wochenstunden erweitert werden.

Im Zuge der Diskussion um die Einführung des Frühdienstes hatte die Verwaltung wiederholt darauf hingewiesen, dass es schwer sei, kurzfristig Personal für dieses Angebot zu finden. Derzeit steht noch nicht fest, ob der Frühdienst von städtischem Personal oder einem externen Träger abgedeckt werden würde.

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