Wedel : Betreuung: Eltern dürfen hoffen

Ihre Kinder haben noch keinen Betreuungsplatz: Antonia Makrellis (links) und Kerstin Herrmann.
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Ihre Kinder haben noch keinen Betreuungsplatz: Antonia Makrellis (links) und Kerstin Herrmann.

Die Politiker sind sich einig: Das Angebot an Wedeler Grundschulen soll schnellsmöglich ausgeweitet werden. Die Verwaltung erarbeitet dafür ein Konzept

shz.de von
07. Februar 2014, 16:00 Uhr

Wedel | Zahlreiche besorgte Eltern waren zum Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport (BKS) gekommen. Besorgt, weil sie noch keinen Schulkindbetreuungsplatz (SKB-Platz) für ihren Nachwuchs haben. Die Rede ist von mehr als 100 Jungen und Mädchen. Viele ihrer Mütter haben sich zu einer Elterninitiative zusammengeschlossen. Deren Vertreterinnen stießen auf offene Ohren bei der Politik.

Kerstin Herrmann, Sprecherin Initiative, erläuterte die Situation und Intention der Eltern. Was sie betonte: „Wir leben sehr gern in Wedel.“ Allerdings käme nach Krippen und Kita plötzlich der Einbruch. „Arbeitgeber zeigen wenig Verständnis, wenn ein seit Jahren eingespielter Rhythmus plötzlich wieder komplett in Frage gestellt wird“, sagte Herrmann. Sie machte deutlich: „Wir brauchen ein verlässliches Betreuungsangebot für unsere Kinder.“ Und brachte konstruktive Vorschläge. Dabei seien sie bereit, höhere Beitragskosten in Kauf zu nehmen. „Auch wir wissen, dass die Kassen in Wedel leer sind und dass die Finanzierung das entscheidende Thema ist“, so Herrmann.

Daher präsentierte die Initiative Lösungsvorschläge: „Eine Gebührenanpassung wäre für die Mehrzahl der Eltern tragbar“, hieß es. Begründet wurde das dadurch, dass die Kitagebühren wegfallen, für Normal- und Besserverdienende eine Reduzierung der Arbeitszeit eine höhere finanzielle Belastung und eine private Betreuung ebenfalls signifikant teuer sei. Für Geringverdiener wurde eine Sozialstaffelung, ähnlich der im Kitabereich, vorgeschlagen.

Bereits im Vorfeld hatten die Fraktionen der Grünen und der CDU Anträge hinsichtlich der SKB-Plätze gestellt. Schnellstmöglich mehr Plätze, darin waren sich alle einig. Jetzt müssen noch Umsetzung und Finanzierung geklärt werden.

Aus den beiden Anträgen wurde einer. Gemeinsam formuliert lautet er nun: „Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport beabsichtigt einen Ausbau der Schulkindbetreuung in Wedel. Daher bittet er die Verwaltung schnellstmöglich Vorschläge zu unterbreiten, die einen Ausbau der SKB unter Berücksichtigung der vollständigen Gegenfinanzierung unter Beachtung der Sozialstaffel geleistet werden.“ Fachdienstleiter Burkhard Springer arbeitet nach Auskunft der Stadt mit Hochdruck an den entsprechenden Angeboten. Voraussichtlich bereits bei der nächsten Fachausschusssitzung am Mittwoch, 26. Februar, soll darüber abgestimmt werden.

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