38.988 Besucher : Besucherrekord in der Wedeler Badebucht-Sauna

Der Sauna-Bereich bleibt das Zugpferd der Badebucht.
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Der Sauna-Bereich bleibt das Zugpferd der Badebucht.

Planzahlen um 4988 übertroffen. Auch Schwimmer liegen über dem Soll. Ein Minus gibt es bei den Kursteilnehmern.

shz.de von
23. Januar 2018, 12:00 Uhr

Wedel | Ihr Resonanzmotor läuft immer heiß – gut für die Badebucht Wedel: Erneut können die Stadtwerke als Betreiber einen Besucherrekord für den Sauna- und Wellnessbereich des Kombibads vermelden. Mit 34 000 Gästen hatte die Badebucht für 2017 kalkuliert. Registriert wurden in den vergangenen zwölf Monaten dagegen nach Betreiberangaben 38 988 Besucher. 2016 waren es noch 36 042 Sauna- und Wellnessgäste. Ein bis dato unerreichtes Ergebnis, das nun noch einmal um 2946 Besucher getoppt wurde.

Die Stadtwerke führen die weiter steigende Nachfrage vor allem auf die Qualität ihres Angebots zurück: Mit dem „Haus am See“ wurde erst 2016 eine Großsauna für 80 Nutzer nebst künstlichem See und Kneippwanderweg gebaut. Zum anderen bescheinigte der Deutsche Sanunabund der Badebucht Anfang 2017 bereits zum zweiten Mal in Folge den Deluxe-Standard ihres Wellness-Sektors. Fünf Sterne, Sauna-Premium – eine Auszeichnung, die nur wenige Anlagen in Deutschland haben.


Weniger Massagen aber mehr Umsatz

Mit 3873 Massagen und Anwendungen blieb die Bucherfrequenz zwar hinter dem angepeilten Ziel von 4200 zurück. Der Trend gehe dort jedoch zu längeren, wertigeren Anwendungen und Angebots-Paketen. Daher sei trotz weniger Buchungen mehr Umsatz gemacht worden als geplant, heißt es in der Badebucht-Bilanz. Zum Vergleich die Zahl der gebuchten Anwendungen und Massagen von 2016: Sie lag mit 4343 um rund 750 über dem Plan.

Wie die Saunen waren auch die Schwimmbecken der Badebucht stärker frequentiert als geplant: 135 000 Besucher sah der Wirtschaftsplan für 2017 vor. An der Kasse wurden dagegen 139 313 Gäste verzeichnet – ein Plus von 4313 Badbesuchern. Stadtwerke-Geschäftsführer Adam Krüppel: „Das ist ein sehr zufrieden stellendes Ergebnis. Denn wir haben alle den Sommer 2017 in Erinnerung, der von den Temperaturen her eigentlich keiner war“. Die Zahlen bewegen sich etwa auf dem Niveau von 2015. 2016 dagegen waren mit 155 363 Gästen deutlich mehr Menschen schwimmen und baden in der städtischen Anlage.

Personalmangel für Kurse

Was die Kurs-Angebote angeht, war 2017 ein eher schwaches Jahr: Mit 8500 Teilnehmern hatte die Badebucht gerechnet. Gezählt wurden lediglich 6279 Kursbesucher. Badleiter Karsten Niß erklärt dies mit Personalmangel in dem Bereich.

Die Badebucht hat mit Beginn 2018 nach fünf Jahren ihre Eintrittspreise für Erwachsene erhöht. Für eineinhalb Stunden Schwimmen stieg der Preis der Einzelkarte von sechs auf 6,50 Euro. Zehnerkarten kosten 60 statt 55 Euro, 20er-Karten 115 statt 105 und 50er-Karten 175 statt 150 Euro. Für drei Stunden erhöhte sich der Preis für die Einzelkarte von sieben auf 7,50 Euro, für die Zehnerkarte von 65 auf 70 Euro und für die 20er-Karte von 125 auf 135 Euro. Der Preis einer Tageskarte stieg im Einzelverkauf von acht auf 8,50 Euro an, im Zehnerblock von 75 auf 80 Euro und im Zwanzigerblock von 145 auf 155 Euro. Am Wochenende ist für Erwachsene und Kinder ein Zuschlag von einem Euro für Einzelkarten zu zahlen. Schwimmer mit Mehrfach-Tickets bleiben auch am Wochenende vom Ein-Euro-Aufschlag befreit. Der Preis für eine Familien-Tageskarte wurde von 17 auf 19 Euro angehoben.

Trotz des anhaltenden Sauna-Booms bleibt der Betrieb der Badebucht insgesamt defizitär. Rund zwei Millionen Euro muss die Stadt jährlich in den Defizitausgleich stecken.

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