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Wedel-Schulauer Tageblatt

21. Oktober 2017 | 18:15 Uhr

Moorrege : Besucherrekord bei der Proms-Nacht

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Dirigent Robert Stehli wird von den knapp 1000 Besucher in der Mehrzweckhalle frenetisch gefeiert.

shz.de von
erstellt am 17.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Die 120 Mitwirkenden der „Proms Last Night“ in Moorrege haben am Wochenende in der zum Konzertsaal umfunktionierten Mehrzweckhalle am Himmelsbarg ein Klangvolumen ungeahnten Ausmaßes entfacht. Dirigent Robert Stehli aus Wedel mit der KlassikPhilharmonie Hamburg begeisterte mit einem bunten Programm populärer Melodien.

Fast 1000 Musikfreunde toppten die Besucherzahlen der 17 vorherigen Konzerte und applaudierten so anhaltend, dass Stehli erst nach drei Zugaben den Taktstock aus der Hand legte.

Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) hob bei seiner Begrüßung hervor, dass das Moorreger Sommerkonzert inzwischen weit über die Kreisgrenzen Anklang finde. Er betonte, dass der seit Jahren moderate Eintrittspreis nur gehalten werden könne, weil 27 Sponsoren die Großveranstaltung unterstützten.

Weinberg forderte das Publikum mit einem Lächeln auf, zum Ausklang beim traditionellen „Land of Hope and Glory“ kräftig mitzusingen: „Herr Stehli ist in dieser Beziehung sehr streng und wird uns nicht nach Hause entlassen, bis er mit unserem Gesang einverstanden ist“.

Bereits beim Grand Opening setzten die 55 Musiker mit der Ouvertüre von Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ einen Glanzpunkt. Tenor Daniel Ohlmann vom Oldenburgischen Staatstheater wurde auf Anhieb zum Publikumsliebling: Er überzeugte mit der Freischütz-Arie „Durch die Wälder, durch die Auen“.

Im zweiten Teil ging es beschwingt zu

Die beiden Chöre mit zusammen 65 Sängern waren zum ersten Mal bei den „Polowetzer Tänzen“ gefordert. Chorleiter Jürgen Luhn hatte die „Hamburger Alsterspatzen“ und den „One Voice Chor“ mit nach Moorrege gebracht. Fast eine halbe Stunde gehörte die Bühne der erst 18-jährigen Schweizer Solo-Violinistin Sunita Abplanalp. Die junge Künstlerin zog das Publikum beim Violinenkonzert des Komponisten Max Bruch mit perfektem Spiel in ihren Bann.

Traditionell ging es im zweiten Programmteil noch beschwingter zu. Die Mitwirkenden eilten von Höhepunkt zu Höhepunkt: vom Triumphmarsch aus der Verdi-Oper „Aida“ mit Chorbegleitung bis hin zum temperamentvollen Ohlmann-Solo „Granada“ des mexikanischen Komponisten Agustin Lara. Als Überraschungsgast präsentierte Stehli mit Horea Chrishan einen ehemaligen Geiger des NDR-Sinfonieorchesters, der inzwischen zu den führenden Panflöten-Solisten zählt. Bei „Proms Last Night“ spielte er auf der Pan-Flöte bewegt und ausdrucksvoll das Trompeten-Konzert von Josef Haydn. In Kürze wird er mit dem Orchester James Last auf Korea-Tournee gehen.

Beim Publikums-Einsatz als großer Chor zu „Pomp and Circumstance“ von Elgar wurden vereinzelt sogar Fähnchen schwingend gesungen. Zum feierlichen Ausklang erhoben sich beim Schleswig-Holstein-Lied alle von ihren Plätzen.
 

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