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Yared Dibaba in Wedel : Besteckkrise und Cannabis-Konsum

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Plaudereien auf „DAS! rote Sofa“: Bei der Rotarier-Veranstaltung kamen 3500 Euro für die Wedeler Schulbibliotheken zusammen.

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erstellt am 23.Mai.2014 | 10:00 Uhr

Wedel | „Bei dem afrikanischen Wetter hier fühle ich mich total zu Hause bei Ihnen“, sagte Yared Dibaba als er die Gäste im Wedeler Schuppen 1 begrüßte. Die hochsommerlichen Temperaturen hatten die Halle ganz schön aufgeheizt.

Die mehr als 200 Gäste kamen bei der Benefizveranstaltung der Wedeler Rotarier am Mittwochabend trotzdem auf ihre Kosten: Die bereits achte Auflage von „DAS! rote Sofa“ in der Rolandstadt wartete mit Tagesschau-Sprecher Thorsten Schröder, dem ärztlichen Direktor des DZSKJ (Deutsches Zentrum für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters) Professor Dr. Rainer Thomasius und – er ist Sofa-Stammgast – Kultfigur und Unterhaltungskünstler Werner Momsen (Detlef Wutschik) auf.

Moderator Dibaba befragte seine Gäste auf amüsante und charmante Weise. Als erstes nahm Schröder neben ihm Platz. Der hatte an dem Tag bereits morgens die erste Schicht absolviert und musste später noch einmal die nächtliche Tagesschau sprechen. „Das ist in den 13 Jahren zum Glück erst zwei Mal vorgekommen“, sagte er. Außerdem plauderte Dibaba mit ihm über die neue Aufmachung der Tagesschau sowie dessen sportlichen Ehrgeiz. Schröder hat bereits mehrmals am Ironman teilgenommen. Ob er noch Lampenfieber habe? „Ich bin nur vor der 20 Uhr Tagesschau noch etwas nervös.“

Der zweite Gast war der Sucht-Experte Professor Dr. Thomasius. Gemeinsam mit Dibaba diskutierte er die Frage der Legalisierung von Cannabis in Deutschland. Thomasius’ deutliche Meinung dazu: „Cannabis führt nachweislich zu Hirnschäden. Jeder, der ein Herz für Kinder hat, sollte nicht für die Legalisierung sein.“

Zu guter Letzt kam dann Herr Momsen auf die Bühne und schnackte rotzig über die Zeitumstellung und wo denn diese Stunde überhaupt hin sei. Auch seine letzte Kreuzfahrt machte ihm zu schaffen: Er hatte Probleme und Panik bei der Bestecksauswahl. „Man weiß ja, dass man sich von außen nach innen isst. Aber was ist denn, wenn das Besteck im Kreis liegt?!“

Rotary-Präsident Dirk Vogel verkündete am Ende die Spendensumme: 3500 Euro. Die kommen den drei Schulbibliotheken in der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule, der Albert-Schweizer-Schule und der Gebrüder-Humboldt-Schule zugute. Die Bibliotheken werden von der Stadtbücherei verwaltet. Aufgrund der Haushaltskonsolidierung wurden dieses Jahr zehn Prozent des Etats gekürzt. „Nächstes Jahr können wir das auf keinen Fall noch einmal verkraften“, sagte Andrea Koehn, Leiterin der Stadtbücherei. Umso mehr freute sie sich über die Hilfe der Wedeler Rotarier: „Wir werden das Geld vor allem für Neuanschaffungen nutzen – gerade Schulbibliotheken müssen regelmäßig aktualisiert werden.“

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