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Wedel-Schulauer Tageblatt

19. August 2017 | 21:06 Uhr

Best-of aus Rita Hinzes Künstlerleben

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Reepschlägerhaus Erste Schau nach Umbau

„Hamburg schaffte es nicht mit der Elbphilharmonie, Stuttgarts Bahnhof auch nicht und Berlin mit seinem Flughafen schon gar nicht: Eine zeitliche und finanzielle Punktlandung, wie wir sie heute hier erleben dürfen.“ Bernd Vorwerk, Vorsitzender des Förderkreises Reepschlägerhaus, und Kassenwart Joachim Röhrig waren sichtlich zufrieden, die erste Vernissage nach dem pünktlich fertiggestellten Umbau im alten Fachwerkhaus ankündigen zu dürfen.

„Und für mich ist es etwas ganz Besonderes, die erste Künstlerin zu sein, die im neuen alten Reepschlägerhaus ausstellen darf“, freute sich auch Malerin Rita Hintze, deren Ausstellung „Malerei, Collagen, Inselbilder“ im altehrwürdigen Kulturtempel an der Schauenburgerstraße besichtigt werden kann.

Dass eine Betrachtung der rund 30 Werke der Wedelerin mehr als lohnenswert ist, erfuhren schon bei der Vernissage rund 70 Gäste. „Dieses ist meine vierte Ausstellung an diesem Ort. Und sie ist praktisch so etwas wie eine Best-of-Auswahl aus meinen Bildern der letzten Jahre und Jahrzehnte“, verriet die Malerin, die Mitglied der Künstlergilde Pinneberg ist und zwischen 1983 und 1985 ein Studium an der Kunstschule Blankenese absolvierte. 1997 wurde Hinze zudem als Preisträgerin der Kultur-Stiftung der Stadtsparkasse Wedel ausgezeichnet.


„Malerei, Collagen, Inselbilder“


Ob Collagen auf Holz wie „Herbst“, „Begegnungen“, oder „Augen-Blick“, Collagen auf Papier wie „Insel-Tagebuch IX und VIII“, Gips Techniken wie „Relief“ oder Acrylwerke wie „Wedel im Wandel“ und „Farbspuren einer Landschaft“: „Mal leise, mal laut, immer kraftvoll, eindringlich und facettenreich sind die Bilder Hintzes. Wenn sich Gefühle in Farben verlieren, Empfindungen in ertastbare Strukturen wandeln, wenn Beobachtetes zu träumerischer Poesie gerät, dann ist es das, was Rita Hintzes Malerei ausmacht“, beschrieb schon einst die Rellinger Bildhauerin Karin Hoge die Arbeit der Protagonistin, die bei ihrer Vernissage eine Laudatio ihrer Kollegin Anja Badners erhielt.

„Malerei, Collagen, Inselbilder: Ganz bewusst haben wir einen weiten Bogen gespannt, der es ermöglicht, einen Großteil des Spektrums der gestalterischen Herangehensweise der Künstlerin zu präsentieren. Ein Versuch, über 30 Jahre der Malerei und des Umgangs mit Material und Ausdrucksfindung in einem Wimpernschlag zu erfassen ist in Räumlichkeiten wie dem Reepschlägerhaus wunderbar möglich“, sagte Badners. Und verwies zur Veranschaulichung zum einen auf die auf Sylt und Föhr entstandenen „Inselbilder“ der Künstlerin, zum anderen auf die dazu gegensätzlichen Collagenmalereien mit auf- und übereinandergeklebten, übermalten Zeitungsartikeln. Auch die „aus der Natur abstrahierte Formensprache“ in der „Blauen Stube“ mit dem im Schwarzwald entstandenen Themenzyklus zeigt den künstlerischen Reichtum. In der Ausstellung Hintzes finden eine Vielfalt an Techniken und Themen zusammen. Die vertrauten wie auch unbekannten Einblicken in die Werke der Künstlerin, können noch bis zum 19. März dienstags bis sonntags von 15 bis 22 Uhr besichtigt werden.

 


>  www.reepschlaegerhaus.de


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