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Grosse Resonanz : Berufsstart Modell in Wedel boomt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Rund 200 Schüler von EBG und GHS nutzen die Info-Börse der Rotarier zur Orientierung bei der Ausbildungssuche.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2017 | 12:30 Uhr

Wedel | Rund 200 Mädchen und Jungen, zumeist Neunt- und Zehntklässler aus der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule (EBG) und der Gebrüder-Humboldt-Schule (GHS), nutzten die diesjährige Info-Börse „Wedeler Berufsstart Modell“ des Rotary Clubs in der EBG-Aula. „Das sind etwa doppelt so viele wie vor einem Jahr“, registrierte Projektleiter Günter Gerland erfreut. Um den Andrang zu bewältigen, wurde die Veranstaltung erstmals zweigeteilt. Ab 18 Uhr waren GHS-Schüler dran, eine Stunde später trafen ihre Altersgenossen von der Barlach-Schule ein.

„Es steht relativ viel auf dem Spiel“, hob GHS-Leiter Andreas Herwig-Soroka in seiner Begrüßungsansprache hervor. Denn die richtige Berufswahl habe entscheidenden Einfluss auf das ganze Leben. Später ergriff Stephan Krumme von der EBG das Mikrofon. „Es gibt Leben nach und außerhalb der Schule. Dafür müsst ihr euch nicht neu erfinden“, meinte er gleichmütig. Denn in Wedel existiere eine „wahnsinnig gute“ Vernetzung von Schule und Wirtschaft. Ein Glücksfall für die Schulabgänger.

Bürgermeister Niels Schmidt sprach über die sich ständig verändernde Lage am Ausbildungsmarkt und riet den Berufssuchenden, sich zuerst einmal über die eigenen Talente im Klaren zu sein. „Hört auf eure Herzen“, fügte Gerland hinzu. Der „Past President“ der Wedeler Rotarier und Vorgänger des amtierenden Präsidenten Andreas Meißner vermittelte den Schülern zugleich einen Einblick in die Arbeit der weltweit wohltätigen Organisation.

Dann aber waren die Repräsentanten von etwa 60 Berufen dran, die an zahlreichen Informationstischen darauf warteten, den jungen Leuten Orientierungshilfe auf der Suche nach der richtigen Berufsentscheidung zu geben. Tom Riemer, der gern an der frischen Luft und mit Holz arbeiten möchte, fand in Thorsten Slanar von der Firma Knutzen Wohnen seinen ersten Berater.

Sein Freund Mika Krogmann gesellte sich dazu. Ihm schwebt eine Ausbildung zum Mechatroniker vor. Ihre Schulkameraden Jacob Sowa, Enis Akay, Alex Makrellis, Henry Obiri und Michael Slodkowski holten sich erstmal Inspirationen aus dem Infoblatt zum Berufsstart. Irgendetwas Handwerkliches sollte es schon sein, wussten sie, aber „vielleicht treffen wir hier auf Berufe, die wir noch gar nicht kennen“, so ihre Erwartung.


Hilfestellung bei Sprachbarrieren

Nicht überall wurde Deutsch gesprochen. Tamim Wafa von der Arbeitsgemeinschaft Selbstständiger Migranten (ASM) lotste Yousuf Amiri und Faiaz Haidari auf Dari, einem persischen Dialekt, zu geeigneten Gesprächspartnern. Emel Ucal vom Türkischen Elternbund Wedel (TEBW) half ebenfalls aus, wenn Sprachbarrieren zu überwinden waren.

Am Informationstisch der Stadt Wedel gab es drei Berater, die sich besonders gut in die Situation der Ratsuchenden einfühlen konnten: Nadine Schütt, Vanessa Voigt und Lasse Kalus. Sie sind selbst noch in der Ausbildung, Kalus allerdings schon im dritten Jahr. Die drei schwärmten von ihrer dualen Ausbildung. Erstaunlich populär war der Infostand der Polizei. Auch viele Mädchen ließen sich hier beraten.

Wer Grundsätzliches über den Ausbildungsmarkt erfahren wollte, ging erstmal an den Tisch der Agentur für Arbeit. Hier gaben Beate Krüger und Ernst Hennigs Antworten auf viele Fragen.

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