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Wedel-Schulauer Tageblatt

12. Dezember 2017 | 03:33 Uhr

Wedel : Bereit für kalte Zeiten

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Neue Silos am Bauhof fassen 120 Tonnen Streusalz. Wegen milden Winters noch kein Einsatz.

shz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Wedel | Der wohl wärmste Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnungen geht zu Ende. Frost auf Wedels Straßen – bisher Fehlanzeige. Die Rolandstadt sorgt trotzdem bereits für kältere Tage und Nächte vor. Der Wedeler Bauhof verfügt jetzt über zwei neue Streusalzsilos. Zwölf Meter hoch sind die Behälter, bis zu 60 Tonnen Salz können jeweils darin gespeichert werden.

Bisher wurde das Streugut in der Salzhalle des städtischen Bauhofes gelagert. Da das Bauwerk mittlerweile in die Jahre gekommen ist, darf es nur noch bis Februar genutzt werden. Im kommenden Jahr erfolgt der Abriss. „Inklusive Fundament und Planung kosten die neuen Silos 96  000 Euro“, sagt Stadtsprecherin Stefanie Bossen.

2016 kommt außerdem noch eine Soleanlage hinzu. Bis jetzt versuchte der Wedeler Bauhof die Straßen der Rolandstadt mit festem Streusalz eisfrei zu halten. Mit der neuen Anlage kann nun eine Sole, also ein Salz-Wasser-Gemisch, angefertigt werden. Diese Mixtur sprühen die städtischen Mitarbeiter anschließend auf den Asphalt. Der Vorteil: Gemischt wird mit 70 Prozent Wasser und nur 30 Prozent Salz – das soll die Umwelt schonen. Streusalz sorgt zwar für trockene und griffige Straßen, ist aber umstritten. Die Chemikalie verändert die Bodenbeschaffenheit und kann ins Grundwasser gelangen. Gewöhnliches Kochsalz wirkt allerdings nur bis -10 Grad Celsius. Wird es kälter, müssten andere Chemikalien eingesetzt werden.

Aufgrund des außergewöhnlich milden Wetters mussten die Streufahrzeuge in diesem Jahr noch überhaupt nicht ausrücken. Bei Bedarf verteilt der Bauhof pro Tour durch die Stadt zweieinhalb bis drei Tonnen Salz, das sind acht Kubikmeter. Während der kalten Jahreszeit kommen so gewöhnlich 40 bis 60 Tonnen Salz zusammen. Bossen: „Wenn wir einen harten Winter haben, wie vor fünf Jahren, verbrauchen wir aber auch das Dreifache.“

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