Wedel : Benefiz-Turnier für Unglücksopfer

Die Idee für die Benefiz-Veranstaltung kam nach einem Gespräch mit einer Schwester des Verstorbenen.
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Die Idee für die Benefiz-Veranstaltung kam nach einem Gespräch mit einer Schwester des Verstorbenen.

Am Sonntag, 15. Juni, findet im Elbe-Stadion ein großes Fußballturnier zugunsten des verstorbenen Hetlingers Benjamin U. statt.

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12. Juni 2014, 12:00 Uhr

Wedel | Wie es zu dem tödlichen Unglück zwei junger Angler im Wedeler Yachthafen kam, ist noch nicht geklärt. Klar ist jedoch, dass der 28-jährige Hetlinger Benjamin U. seine Partnerin und drei Kinder hinterlässt. „Er war der Alleinverdiener der Familie“ sagt André Kordts, Jugendtrainer des Wedeler TSV und Freund der Familie. Da die Familie in jüngerer Zeit viele Schicksalschläge durchlitten habe, darunter auch Todesfälle, sei das Geld knapp. Kordts möchte helfen. „Die Bestattung muss finanziert werden, und es geht auch um die Zeit danach, damit seine Frau eine Starthilfe für sich und die Kinder hat“, so der Wedeler. Deswegen hat Kordts für Sonntag, 15. Juni, ein großes Fußballturnier organisiert. Die Idee für die Benefiz-Veranstaltung kam dem Jugendtrainer vergangenene Woche nachdem er mit einer Schwester des Verstorbenen gesprochen hatte.

Auf dem Bolzplatz Rivalen ziehen die beiden großen Wedeler Sportvereine für die Aktion an einem Strang: Gemeinsam mit André Sokolowski vom SC Cosmos hat Kordts das Benefiz-Turnier auf die Beine gestellt. Am Sonntag wird von 11 bis 16 Uhr im Elbe-Stadion gekickt. „Dabei geht es nicht um’s gewinnen, sondern um den guten Zweck“, so Kordts. Insgesamt treten zehn Fußballmannschaften der Jahrgänge 2005 bis 2009 an. Mit dabei sind 100 Spieler – vom SC Cosmos, vom TSV Wedel und ein Team vom VfL Pinneberg.

Das „Benefizspiel für Benjamin U.“ wird auch via Internetplattform Facebook beworben. Dort haben schon 100 Leute ihre Teilnahme zugesagt“, sagt Kordts. Und er hofft auf viele Gäste, die auf einen Kaffee oder ein Stück Kuchen vorbeischauen. Denn davon wird es einiges geben, der Erlös kommt der Familie zugute. Die wird auch am Nachmittag zur Übergabe vor Ort sein. „Jeder gibt das, was er geben kann und möchte“, so der Jugendtrainer. Es ist das erste Mal, dass die beiden Sportvereine sich für so eine Veranstaltung zusammentun.

Wie berichtet waren ein 24-jährige Wedeler und der Hetlinger Sonntagnachmittag, 1. Juni, im Yachthafen mit einem Motorboot unterwegs. Gegen 17.30 Uhr hatten Angler an Land den Notruf gewählt und „Mann über Bord“ gemeldet. Als die ersten Rettungskräfte eintrafen, fanden sie vor der Hafeneinfahrt das Hartschalen-Boot mit Außenborder ohne Besatzung vor – im Kreis fahrend, der Motor stark seitlich eingeschlagen. Nach Tageblatt-Informationen sollen sie keine Rettungswesten getragen haben. Auch starken Wellengang durch ein passierendes Seeschiff hatte die Polizei nach der Radar-Auswertung ausgeschlossen. Drei Stunden lang wurde die Elbe im Bereich des Yachthafens mit mehr als 100 Einsatzkräften von DRLG, der Feuerwehr und der Wasserschutzpolizei abgesucht. Nach drei Stunden wurden die beiden Männer leblos unter Wasser gefunden und geborgen.

Gut eineinhalb Wochen nach dem Bootsunfall heißt es nach ersten Ergebnissen der rechtsmedizinischen Untersuchung , dass die Männer wie angenommen ertrunken seien. Die Ursachenermittlung dauert weiterhin an. Die Polizei geht von einem Unglücksfall aus.

Kontakt: André Kordts ist telefonisch unter der Telefonnummer 04103-7032617 oder mobil unter 0157-87174467 zu erreichen.
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