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Wedel-Schulauer Tageblatt

23. August 2017 | 12:19 Uhr

Wedeler Au : Beliebtes Ziel für Jung und Alt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Viele Besucher zieht es in die Wasser-Erlebnis-Zone. Erstes Autalfest findet am 1. Juni statt.

Wedeler Au | Gut erreichbar und doch mitten in der Natur: Wedel hat ein neues und bereits jetzt beliebtes Ziel, die Wasser-Erlebnis-Zone an der Wedeler Au. Sie gehört zum „Regionalpark Wedeler Au“, der sich am Sonntag, den 1. Juni, der breiten Öffentlichkeit mit seinen Ideen und Aktivitäten vorstellen will. Ins Leben gerufen wurde er bereits 2003 als Modellprojekt. Seit Ende 2009 gibt es einen gleichnamigen Trägerverein, dessen Geschäftsstelle im Wedeler Rathaus von Barbara Engelschall geleitet wird.

Beteiligt sind neben der Stadt Wedel die Gemeinden Holm, Appen, Pinneberg und Schenefeld sowie der Bezirk Hamburg-Altona. Zwischen Natur, Naherholung und Wirtschaft sollen gemeinsame Projekte entwickelt werden. Der Verein vermittelt zwischen Kommunen und lokalen Akteuren, kümmert sich um die Bereitstellung von Fördergeldern, etwa von der Europäischen Gemeinschaft.

Die neue Zone an der Wedeler Au, unweit des Auweidenwegs, ungefähr auf der Mitte zwischen Schulauer Moorweg und Autal, hat die Stadt Wedel ermöglicht. Ein Weg führt direkt am Bach entlang, der sonst wegen anliegender Weiden nicht zugänglich wäre. Aussichtsplattformen ermöglichen Einblicke in die Au. Eine Holzbrücke lädt zum Schauen und Verweilen ein. Abgesägte Baumstämme bieten Sitzplätze zum Ausruhen und Beobachten

Schüler des Johann-Rist-Gymnasiums haben eine Reihe von Info-Tafeln geschaffen, auf denen mit Fotos und gut verständlichen Texten Pflanzen und Tiere beschrieben werden. Allerdings ist eine große Schautafel an der Holzbrücke bereits von Unbekannten zerstört worden. Aber auf den anderen gibt es reichlich zu lesen und zu lernen, zum Beispiel, dass es in der Wedeler Au eine Orchideenart gibt, das „breitblättrige Knabenkraut“.

Auch wachsen dort Pflanzen wie „Großer Klappertopf“ oder „Kuckuckslichtnelke“. Ebenso gibt es Erläuterungen zu kleinen und großen Tieren, wie etwa den dort weidenden Galloways. Obwohl diese Rinderrasse nicht aus Norddeutschland sondern aus Schottland stammt, ist sie hier gut aufgehoben: Die zotteligen Wiederkäuer eignen sich besonders gut für natürlich genutzte Flächen und können rund ums Jahr draußen bleiben.

Der Regionalpark-Verein hat neben seiner Vermittlerrolle noch weitere Schwerpunkte: Er soll ein Forum für den Dialog bieten, Freiräume in der Landschaft sichern helfen, Angebote zur Umweltbildung machen, damit die Wohn- und Lebensqualität erhöhen und in Sachen Naherholung helfen, die CO2-Emission zu senken, indem seine Angebote gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sind.

Im Fall der Wasser-Erlebnis-Zone an der Wedeler Au ist das durchaus gegeben, die S-Bahn ist nicht weit. So erwartet man auch zum ersten Autalfest viele Gäste. Geboten wird am Sonntag, 1. Juni, zwischen 14 und 18 Uhr ein vielseitiges Programm, an dem Naturschutzverbände, Sportvereine oder das Möller-Technicon (Solar-Energie) beteiligt sein werden. Da noch Beiträge zum Fest angenommen werden, wird der genaue Ablauf später bekannt gegeben.

Grösse: 5130 Hektar; Träger: Verein Regionalpark Wedeler Au e.V., Geschäftsstelle Rathausplatz 3-5, 22880 Wedel, Telefonnummer 04103-707391, www.regionalpark-wedeler-au.de; Mitgliedsgemeinden: Wedel, Holm, Appen, Pinneberg, Schenefeld sowie der Bezirk Hamburg-Altona; Schutzgebiete: Holmer Sandberge, Autal, Buttermoor, Schnakenmoor und Wittenbergener Heide; Veranstaltungen im Mai (Auswahl): Vogelkundliche Führung durch die Wedeler Marsch (8.5.), Frühjahrswanderung (10.5.), Amphibien- und Reptilienführung im Schnakenmoor(18.5.), Waldheilkunde, Heilkraft und Brauchtum von Bäumen (23.5.), Naturworkshop in Rissen (31.5.), Wilde Kräuter als Gemüse (31.5. Haseldorf). Weitere Regionalparks: Rosengarten (Landkreis Harburg), Berlin-Brandenburg, Emscher Landschaftsschutzpark, Park Rhein-Main.
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erstellt am 05.Mai.2014 | 17:00 Uhr

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