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Wedel-Schulauer Tageblatt

22. Oktober 2017 | 05:47 Uhr

Holm : Beitragserhöhung und weniger TSVler

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Holmer Sportverein kämpft gegen Mitgliederrückgang. Ehrung für Heidi Ristow.

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2015 | 14:00 Uhr

Holm | Hochbetrieb im Saal von Ladiges Gasthof in Holm. Mehr als 100 stimmberechtigte Mitglieder des TSV Holm waren der Einladung zur Hauptversammlung gefolgt. Insgesamt hat der TSV nahezu 1300 Mitglieder, dennoch wurde die Anwesenheit so vieler  als ungewöhnlich starke Beteiligung bewertet. Braute sich da eine Revolte zusammen? Solche Gedanken kursierten jedenfalls im Saal, zumal einige Sparten wie Baseball und Tennis mit besonders großen Delegationen auftraten.

Aber es blieb weitgehend friedlich, angesehen von ein paar Unmutsbekundungen wegen möglicher Formfehler bei den Wahlen. Eine erste kurze Debatte entbrannte, als für die Wahl des zweiten Vorsitzenden geheime Abstimmung verlangt wurde, obwohl nur ein Kandidat antrat: Kai Seeliger, der sich zur Wiederwahl stellte. Bei 17 Gegenstimmen und zwei Enthaltungen blieb er im Amt. Um die Nachfolge von Kassenwartin Birgit Schenk, die aus privaten und beruflichen Gründen nicht weitermachen wollte, bewarb sich Frank Lehmberg als einziger Kandidat. Aber auch hier bremste die Versammlung erst einmal und forderte einen Qualifikations-Nachweis. Lehmberg erfüllte diesen Wunsch gewissenhaft mit einem ausführlichen beruflichen und privaten Lebenslauf. Seine Wahl erfolgte danach ohne Gegenstimme.

Ohne Komplikationen wiedergewählt wurden Sportwart Ralf Svenson, Pressewartin Andrea Perkampus und der zweite Anlagenwart Hermann Köhler. Jugendwartin Gudrun Jabs war im März von der Jugendvollversammlung gewählt worden und musste nur noch offiziell vorgestellt werden.

Auch die vom Vorstand empfohlenen Beitragserhöhungen von einem Euro für Erwachsene und Rentner auf elf beziehungsweise acht Euro und von 50 Cent auf 4,50 Euro für Jugendliche gingen glatt über die Bühne. Das war zugleich eine Voraussetzung für den Haushaltsplan 2015, den die scheidende Kassenwartin Schenk noch ausgearbeitet hatte und deshalb auch präsentierte. Ihre Berechnungen machten allerdings auch deutlich, wie wichtig ein versierter Kassenwart für den Verein ist. Da sind die vielfältigen Abrechnungen der weitgehend selbstständig arbeitenden Sparten, zahllose Transfers zwischen einzelnen Konten, Verwaltung von Beiträgen, Spenden und Zuschüssen, die Regeln des Finanzamts, Bedienung von Darlehen und vieles mehr. 259 705 Euro in Einnahmen und Ausgaben ist die Planung für das laufende Geschäftsjahr und liegt damit etwas unter dem Abschluss von 2014 und erheblich niedriger als 2013. Auch der TSV hat mit Mitgliederschwund zu kämpfen: Gab es 2014 noch 1333 Mitglieder, so waren es Anfang des Jahres nur noch 1271. Für TSV-Urgestein Heidi Ristow gab es eine besondere Auszeichnung: Ihr wurde für ihren „hervorragenden Einsatz und treue Verbundenheit“ die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

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