Haselauer Autor : Beinahe ein historischer Krimi

Jochen Pragal hat nach sechs Jahren nun sein zweites Buch auf den Markt gebracht.
Jochen Pragal hat nach sechs Jahren nun sein zweites Buch auf den Markt gebracht.

Eine spannende Zeitreise ins Hamburg von 1812: Jochen Pragal legt mit „Im Sog des Kraken“ sein zweites Buch vor.

shz.de von
01. November 2013, 16:00 Uhr

Nichts als die Wahrheit – und doch vieles erfunden. Jochen Pragal aus Haselau hat nach sechs Jahren Pause sein zweites Buch herausgebracht. „Im Sog des Kraken“ ist, so der Untertitel, „beinahe ein historischer Kriminalroman“. Wahr ist, dass viele Figuren wirklich in Hamburg und Altona gelebt haben. Aber natürlich hat der 79-jährige pensionierte Oberschulrat eine ganze Menge drumherum gestrickt.

Nachdem er sich mit seinem 2006 erschienen Krimi „Treibgut im Reet“ auf Mördersuche in der Elbmarsch befand, zieht es den Geschichtslehrer nun in die Großstadt: La bonne Ville Hambourg ist neben Lübeck die östlichste Stadt des napoleonischen Imperiums. Die Hansestadt stöhnt unter dem Kraken der Besetzung durch Napoleons Truppen.

Altona 1812: Ein toter Polizist wird gefunden, und ein Jakobiner in der Nachfolge der Französischen Revolution gerät unter Verdacht. Die französische Kontinentalsperre und die englische Abriegelung der Flussmündung haben die Lebensader Elbe zerschnitten. Kein Handel mehr in Hamburg und der Nachbarstadt Altona, die damals zu Dänemark gehörte. Mord und Leichen, ein Liebespaar, alles was zu einem spannenden Buch gehört, ist bei Pragal zu finden. Und er erzählt – so nebenbei – , wie es sich damals lebte. Der Haselauer will den Alltag der Menschen greifbar machen. Mit Hilfe von Henning Hauser, dem jungen Mann, der ein Mörder sein soll.

„Im Sog des Kraken“ gibt auf belletristische Art dem Leser tiefe Einblicke in die Stadtgeschichte und zeigt, welche Auswirkungen die sogenannte große Politik auf den „kleinen Mann“ hat. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Lorena Cocchio-Klatt hat Pragal in Bibliotheken und Archiven recherchiert. Sie hat dafür gesorgt, dass der Roman nur 330 Seiten hat, war strenge Lektorin und kürzte das Buch um Zweidrittel, wie der Autor schmunzelnd erzählt.

Der Band ist im Verlag tredition mit der ISBN 9783849568276 erschienen und kostet 17,90 Euro. Als E-Book gibt es die Geschichte für 4,99 Euro. Der Autor verkauft und signiert Bücher bei seinen Lesungen.

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