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SPD in Wedel : Bedauern nach Frahms Rückzug aus Bürgermeisterwahl

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Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Eine ernsthafte Erkrankung ist der Grund für den Rückzug von Eckhard Frahm, wie er auf seiner Homepage schreibt, die seit Dienstagabend nur noch die Erklärung zu seinem Rückzug zeigt.

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Wedel | Die Hiobsbotschaft erreichte Wedels Genossen unmittelbar vor dem Beginn der heißen Wahlkampfphase: Ihr Hoffnungsträger Eckhard Frahm, Verwaltungsexperte und sozialdemokratischer Lokalpolitiker aus Bordesholm, muss seine Kandidatur zurückziehen. Die Gesundheit spielt nicht mit. „Ich musste die Reißleine ziehen“, so Frahm am Tageblatt-Telefon mit Bedauern.

„Ich hatte das Gefühl, dass ich auf einem guten Weg war, habe hunderte Gespräche geführt und einen Wechselwillen gespürt“, sagte der 53-Jährige einen Tag nach seiner Entscheidung. Er sei bereits seit Dienstag vergangener Woche krank geschrieben, habe daher auch die Neujahrsempfänge von Stadt und Grünen in Wedel nicht besuchen können, so Frahm. Eine ernsthafte Erkrankung, wie er auf seiner Homepage schreibt, die seit Dienstagabend nur noch die Erklärung zu seinem Rückzug zeigt. Er hoffe, es handle sich lediglich um eine Momentaufnahme, weitere ärztliche Untersuchungen stünden noch aus, so Frahm auf Nachfrage. Mit seiner Entscheidung folge er dem dringenden Rat der Ärzte, jede Form von Stress und körperlicher Belastung zu vermeiden.

Bei einer Wahlkampfstrategie, die auf die Person und nicht die Parteizugehörigkeit gesetzt habe, habe er sich im Hintergrund sehr gut durch die Wedeler Genossen unterstützt gefühlt, betont Frahm rückblickend. Ein Rückblick, der bei Wedels SPD-Parteichef Lothar Barop Wehmut weckt. „Der zupackende Elan und die ambitionierte und kompetente Art, mit der Herr Frahm in seine Wahlkampagne gestartet ist, hat unsere Erwartung gestärkt, dass sich im Rathaus nach seiner Wahl Grundlegendes zum Guten ändert. Diese Hoffnung müssen wir nun leider begraben.“

SPD-Fraktionschefin Sophia Jacobs-Emeis betont, dass ihre Partei auf den dennoch erlangten Erfolgen aufbauen wird. „Auf jeden Fall hat die bisherige Debatte im Bürgermeisterwahlkampf bereits Pannen und Unzulänglichkeiten im Rathaus offen gelegt. Diese Themen werden wir in den nächsten Monaten in der Stadtvertretung aufgreifen.“

Wie sich die SPD nun zur Wahl positioniert und ob sie einen der verbliebenen Bewerber unterstützen wird, soll laut Barop in den kommenden Tagen entschieden werden. Neben Amtsinhaber Niels Schmidt (parteilos) ist die unabhängige Wedeler Kandidatin Claudia Wittburg im Rennen. Beide erfüllen die Voraussetzung, so dass eine formelle Bestätigung der Kandidaturen am morgigen Freitag durch den Gemeindewahlausschuss reine Formsache sein dürfte. Die Frist für weitere Bewerbungen ist am vergangenen Montag abgelaufen. Am Mittwoch, 27. Januar, ab 19 Uhr präsentieren sich Schmidt und Wittburg im Rahmen einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung in der Mensa des Rist-Gymnasiums.

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