Lesung : Beatrice Reszat zu Gast im Wedeler Reepschlägerhaus

Beatrice Reszat begleitet von Hendrik Witte (links) und Torge Niemann.
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Beatrice Reszat begleitet von Hendrik Witte (links) und Torge Niemann.

Die Songtexterin begeistert mit einer musikalischen Lesung aus ihrem aktuellen „Mutmachbuch für Träumer“.

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29. Januar 2018, 12:30 Uhr

Wedel | Das möchte man dem alten Reepschlägerhaus (Reepi) öfter wünschen. Die Vorstellung nahezu ausverkauft, fast alle Stühle besetzt. Grund für das volle Haus: Beatrice Reszat las Auszüge aus ihren aktuellen „Mutmachbuch für Träumer“ und trug Lieder aus ihrer Feder zu Gitarre und Cajon vor, an der Gitarre von Torge Niemann, an der Kistentrommel Cajon von Hendrik Witte begleitet. Eine überwiegend weibliche Gästeschar war gekommen, um einen Abend mit der Schriftstellerin und Songschreiberin Reszat zu verbringen, deren Texte schon Udo Lindenberg und Peter Maffay zu goldenen und platinen Schallplatten verholfen hatte. Und die Künstlerin enttäuschte nicht.

Mit Humor, Herzlichkeit und positiver Ausstrahlung – „Feiere das Leben!“ – erzählte Reszat frei von der Leber weg aus ihrem Leben. Von Erfolgen und Erlebtem, von Kindheit und Erwachsenwerden, von Ängsten und deren Überwindung und ließ auch nicht Enttäuschungen aus, was die Zuhörer wohlwollend honorierten.Überhaupt zog Reszat das Publikum auf sympathische Weise von Anfang an mit ihren Geschichten und Anekdoten in ihren Bann und lies es teilhaben an ihrem Leben und dem kreativen Finden der richtigen Worte für Texte von Songs wie „Hinterm Horizont geht’s weiter“ oder „Schnee, der auf Rosen fällt“. Ihr Lieblingskünstler Lindenberg, so verriet sie am Rande, habe sie dafür sogar zu seiner Hymnen-Beauftragten ernannt.

Sie verspüre eine starke emotionale Bindung zum Norden, so die in der Nähe von Hamburg geboren und aufgewachsene Reszat herzlich, die nach Jahren am Starnberger See nun wieder nach Norddeutschland zurückgekehrt ist. Um die Einsamkeit beim Schreiben auszugleichen, liebe sie es, auf Abenden wie diesem in den direkten Kontakt zu Menschen zu gehen. Dass Reszat die Menschen mag, merke man bei jedem ihrer Sätze, so Zuhörerin Ulrike Bollhagen aus Hamburg in der Pause und ergänzte, wenn sie sich mit Menschen unterhalte, spräche sie mit dem Herzen.

Zu Gehör kamen größtenteils Lieder, die den Einzug ins Repertoire der „Großen“ nicht geschafft hatten und die Reszat liebevoll adoptiert habe. Schon bei ihrem zweiten Song „Es ist immer noch mein Leben“, eigentlich für Lindenberg geschrieben, schaffte sie es ohne Umwege, das Publikum zum Mitsingen zu animieren. „Ein ganz toller Abend“, so das Fazit von Gudrun Grucza aus Wedel bereits in der Pause. Sie sei begeistert von der Persönlichkeit Reszats und freue sich schon auf die baldige Veröffentlichung ihrer CD. 

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