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Wedel-Schulauer Tageblatt

18. Dezember 2017 | 10:41 Uhr

B431-Ausbau : Baustopp: Jetzt muss Wedel umplanen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Winterpause wird vorgezogen und verkürzt. Ab Anfang November soll der Verkehr zunächst wieder zweispurig fließen.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 16:10 Uhr

Wedel | Neuer Fahrplan für die Verkehrsführung am B 431-Nadelöhr im Osten Wedels: Aufgrund von Verzögerungen beim Ausbau muss die Stadt ihren Sperrungen anders takten. Dies teilte die Verwaltung gestern auf Anfrage unserer Zeitung mit. Statt Ende wird bereits Anfang November die Winterpause eingeläutet und die Fahrt wieder in beide Richtungen freigegeben. Mitte Februar sollen dann die Bagger wieder rollen – zunächst erneut im ersten Abschnitt zwischen der Zufahrt zum Lüchau Bauzentrum und der Einmündung Industriestraße.

Ursprünglich sollten die Arbeiten erst im April wieder aufgenommen werden, dann gleich im zweiten Bauabschnitt zwischen der Zufahrt Lüchau und der Croningstraße. Soweit bleibt die Planung beim Alten. Dass die Sanierer jedoch bereits sechs Wochen früher und dann nochmals im ersten Bauabschnitt anrücken, ist einem erzwungenen Baustopp geschuldet.

Grund sind nach Angaben der Stadt Änderungen in der Deponieverordnung, die zum Zeitpunkt der Planung und Ausschreibung des Ausbaus noch nicht in Kraft getreten waren. Knackpunkt sei die Entsorgung der alten Fahrbahn gewesen, die neu geregelt werden musste. Dazu habe Wedel die Feststellung des Pechgehalts im alten Asphalt beauftragen und ein neues Entsorgungsverfahren erarbeiten müssen, heißt es in einer Presseerklärung aus dem Rathaus. Die Folge: Bauabschnitt eins konnte nicht wie vorgesehen vor dem Winter abgeschlossen werden.

Gewerbetreibende sind laut Stadt zufrieden

Die Gewerbetreibenden im betroffenen Gebiet müssen mithin mit einer kürzeren Baupause und längeren Verkehrsbehinderungen leben. Wie berichtet war die Beeinträchtigung des Kundenverkehrs ein Knackpunkt, der die ansässigen Betriebe auf die Barrikaden gebracht und letztlich zur Teilung der Baumaßnahme geführt hatte. Ursprünglich wollte die Stadt in einem Rutsch bauen. Dies hätte ein Jahr lang durchgängig nur einspurigen Einbahn-Verkehr bedeutet – inklusive Weihnachtsgeschäftszeit und absehbarem Stillstand während des Winters. Ein Szenario, das bei den betroffenen Betrieben durch die Bank auf Ablehnung stieß. Von empfindlichen Umsatzeinbußen bis hin zum Verlust von Arbeitsplätzen war die Rede. Daher der Kompromiss.

Und der neue Plan? „Die ansässigen Gewerbetreibenden zeigten sich mit der Umplanung zufrieden“, so Stadtsprecher Sven Kamin. Es sei die beste Lösung im Moment, um auch den Kunden aus Hamburg eine ungestörte An- und Abfahrt zu ermöglichen, fasst Wedels Pressereferent das Echo aus den Betrieben auf die veränderte Situation zusammen. Das im November beginnende Weihnachtsgeschäft könne auf diese Weise wie üblich ablaufen. Kosten und Gesamtzeit des Ausbaus, der Mitte August 2018 abgeschlossen sein soll, ändern sich laut Verwaltung durch die Umplanung nicht.

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