zur Navigation springen
Wedel-Schulauer Tageblatt

17. Dezember 2017 | 07:08 Uhr

Wedel : Baumängel am neuen Hafen

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Verschiebungen und Absenkungen auf der Westmole. Untersuchungen sind angeschoben. Drohen jetzt Teilsperrungen?

shz.de von
erstellt am 22.Jan.2016 | 12:30 Uhr

Wedel | Keine drei Monate ist es her, da Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) mit Vertretern von Verwaltung, Politik, Baufirmen und Bürgern im Rahmen der offiziellen Einweihung feierlich den neuen Schulauer Hafen umrundete. Würde er es heute tun, wäre kurz vor der Quermole eine Warnung angebracht: „Achtung, hier vorsichtig, nicht stolpern.“

Zwischen den ersten Laternen der Westmole haben sich gewaltige Bodenelemente und Beckeneinfassungen abgesenkt und verschoben. Eine Fuge ist augenscheinlich erheblich breiter geworden. Die Platten und Beckeneinfassungen Richtung Hafenkante bilden dort einen mehrere Zentimeter hohen Absatz. Auch Richtung Strandbad sind mehrere der kleineren Platten abgesackt: Baumängel bei Wedels Mega-Bauprojekt.

Auf Tageblatt-Nachfrage erklärte Bürgermeister Niels Schmidt (parteilos), die Verschiebungen und Absackungen seien nach der Abnahme der Baumaßnahme aufgetreten. Bedeutet: Die Beweislast, dass die Mängel in der Bauausführung begründet sind, liegen nun bei der Stadt. Dies hatte Bauamtschef Klaus Lieberknecht dargelegt, als Wedels Sozialdemokraten das Thema im Planungsausschuss angesprochen hatten. Bei Projekten dieser Größenordnung seien einzelne Mängel nicht ungewöhnlich, so Schmidt.

Stadtsprecherin Stefanie Bossen sagte gestern am Tageblatt-Telefon, zwischenzeitlich habe es erste Gespräche zwischen Verwaltung und dem Bauträger gegeben. Gemeinsam mit dem zuständigen Planungsbüro werde jetzt nach den Ursachen geforscht um zu sehen, wann und wie die Mängel behoben werden können. Aufgrund der Witterung werde dies vermutlich nicht vor dem Frühjahr erfolgen. Gegebenenfalls müssten bis dahin der betroffene Bereich markiert oder je nach Einschätzung der Gefahrenlage auch abgesperrt werden, so Bossen.

Es gibt indes auch frohe Kunde über den Hafen: Laut Lieberknecht weist die Schlussrechnung eine Bausumme in Höhe von 20,4 Millionen Euro aus – 200.000 Euro weniger als kalkuliert. Was die ebenfalls mangelhaften Lampeköpfe angeht: Die werden derzeit ausgetauscht und zudem mit einer sogenannten Möwenvergrämung versehen. Grund für die Beanstandung war ein falscher Farbton bei den Leuchten.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen