zur Navigation springen

Schneider-Pläne in Wedel : Bauen ja – aber das Hotel bleibt

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

In Schneiders Mietwohnungsprojekt an der Hafenstraße ist nur ein Abschnitt konkret geplant. Der Abriss des „Senator Marina“ ist dabei Thema.

Wedel | Das „Senator Marina“: Vor allem für die heimische Wirtschaft ist das Drei-Sterne-Hotel in unmittelbarer Elbnähe mit seinen 46 Zimmern, knapp 100 Betten und einem für gut 50 Personen ausgelegten Tagungsraum eine gefragte Adresse. Gern auch für einen längerfristigen Aufenthalt. Seit 2003 läuft es unter Regie der Schneider Vermögensverwaltung mit eigener Betriebsgesellschaft, ist gut gebucht und bekannt, wie Geschäftsführerin Ursula Jöhnk berichten kann.

Das merken sie und Hotel-Magnagerin Eva Wildfang auch daran, dass in letzter Zeit immer wieder besorgte Anfragen kommen: „Kann ich bei Ihnen noch reservieren?“ „Wann schließen Sie denn?“ Jöhnk und Wildfang können beruhigen: „Natürlich können Sie buchen, von Schließung kann gar keine Rede sein.“ Ganz im Gegenteil. Erst vor zwei Jahren wurde kräftig investiert. 200.000 Euro für eine Fassadendämmung, neue Fenster, den neuen Eingangsbereich, ein neues Logo. Ein deutliches Signal, eine Weichenstellung Richtung Zukunft.

Dennoch diese Anfragen. Jöhnk weiß: Sie haben ihren Ursprung in der Vorstellung von Bebauungsplänen aus dem eigenen Haus. Ende 2013 präsentierte Architekt Rainer Behrend eine aktualisierte Version der Wohnungsbaupläne von Heinrich Schneider auf dem alten AEG-Gelände. Fünf Punkthäuser, Vier- und Fünfgeschosser plus Staffel, locker hingestreut in zweiter Reihe zwischen Hafenstraße und Schulauer Straße. Dort, wo heute die markante Sheddachhalle steht – und das Hotel. Ein entsprechendes B-Plan-Verfahren ist bereits eingeleitet.

Indes: Bebauungspläne sind das eine, konkrete Projekte etwas anderes. Jöhnk stellt klar: Wohnbebauung ja – aber nur in einem ersten Abschnitt mit drei Häusern. „Es gibt keinerlei Gedanken oder Pläne, das Hotel abzureißen.“ Dass auch die Flächen des „Senator Marina“ überplant sind – „das ist lediglich ein möglicher zweiter Bauabschnitt, der in keiner Weise durchgeplant ist. Ein Vorratsbeschluss, der in der Schublade bleiben soll. Ob er jemals realisiert wird, steht in den Sternen“, sagt Jöhnk. Grundgedanke: Wenn schon einen B-Plan aufstellen, dann auch einen über das gesamte Gelände.

Sehr wohl konkret dagegen ist das Vorhaben, Wohnungen zu schaffen. Von 40 ist die Rede, Mietwohnungen, kein Luxus, sondern guter Komfort-Standard, nicht zu hochpreisig. Auf dem Areal neben dem Hotel, wo sich jetzt besagte Sheddachhalle befindet. Die ist mit knapp 2000 Quadratmeter Fläche derzeit noch fast komplett vermietet. „Und wir werden auf keinen Fall jetzt jemanden raussetzen“, sagt Jöhnk.

Bis Anfang 2017 läuft der längste Mietvertrag. Bedeutet: Wenn der B-Plan rechtsgültig ist – etwa um die nächste Jahreswende –, werde man zunächst nur an die Vorbereitung gehen. Großer Posten dabei ist der Umbau und spätere Rückbau der Heizung, die zurzeit von der Sheddachhalle aus zentral den gesamten Gebäudekomplex auf dem Areal versorgt. Als Zeitschiene für die Fertigstellung der drei Mietshäuser sieht Jöhnk vor diesem Hintergrund vier bis fünf Jahre.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen