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Johannes Speckner

67:99-Niederlage gegen Münster : Basketballer des SC Rist verlieren kurz vor dem Weihnachtsfest

Die Wedeler Korbjäger boten den WWU Baskets Münster in den ersten beiden Vierteln gut Paroli, hatten am Ende aber klar mit 67:99 das Nachsehen. Trainer Benka Barloschky schob das auch auf das niedrige Durchschnittsalter.


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24. Dezember 2020, 14:15 Uhr

Wedel | Kurzzeitig Hallenluft schnuppern durfte am Mittwochabend (23. Dezember) eine Anhängerin des SC Rist Wedel. In der Halbzeitpause wurde die Steinberg-Halle gelüftet, so dass die Sympathisantin, die das Geschehen wegen des Corona-bedingten Zuschauer-Verbots eigentlich durch die große Fensterfront verfolgte, mehr als nur einen Blick riskieren konnte.

Als die Partie fortgesetzt wurde, wurde die Tür aber wieder verschlossen. Auch die Wedeler Korbjäger fanden anschließend keinen Weg zurück mehr in die Begegnung: Bis zur Pause noch auf Augenhöhe agierend (42:46), unterlagen sie den WWU Baskets Münster am Ende deutlich mit 67:99 und bleiben Tabellenletzter in der 2. Bundesliga ProB.

Johannes Speckner

Kurzzeitig konnte eine Anhängerin des SC Rist Wedel durch die offene Tür Hallenluft schnuppern.
 

Rist-Trainer Benka Barloschky, der nach dem Ertönen der Schlusssirene zügig das Parkett verlassen hatte, ärgerte sich: „Wir haben jetzt zum wiederholten Male die Situation gehabt, dass wir eine Halbzeit gut mithalten, teilweise auch dominant spielen und in Führung gehen, dann aber in der zweiten Halbzeit einbrechen.“

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Weiterlesen: Corona-Tests, Reisen und Balkon-Besuche: So feiert der SC Rist Wedel Weihnachten

Nun müsse „Ursachenforschung betrieben“ und „daran gearbeitet werden, dass uns das so nicht mehr passiert“, betonte der 32-Jährige. Mut macht, dass die Wedeler gegen einen starken Gegner „gerade im ersten Viertel und zur Hälfte im zweiten Viertel sehr gut spielten“, so Barloschky, der seinen Schützlingen attestierte, dass sie „dominant und aggressiv gewesen“ seien.

Am Anfang sah es gut aus. Aber dann haben wir gegen die Zonenverteidigung des Gegners einfach zu viele Fehler gemacht – daran müssen wir arbeiten.

Benka Barloschky, Trainer SC Rist Wedel

 

Nach einer Viertelstunde stellten die Gäste dann komplett für die noch offenen 25 Minuten auf eine Zonenpresse mit Zonenverteidigung im Halbfeld um. „Und gegen diese Verteidigungsform haben wir zu viele Fehler gemacht“, gab Barloschky zu. Mit Justus Hollatz und Osaro Jürgen Rich Igbineweka waren zwei Doppellizenz-Spieler, die zuletzt vornehmlich bei den Hamburg Towers zum Einsatz kamen, dabei.

Angeführt von diesem Duo stimmte bei den Hausherren von Beginn an der Einsatz in der Verteidigung, was sich auch im Ergebnis ausdrückte. Beim Stand von 17:13 für die Wedeler nahm Gäste-Trainer Philipp Kappenstein eine Auszeit gekommen und gab seinen Spielern das Rezept für einen anschließenden 5:0-Lauf mit auf den Weg.

Die Münsteraner treffen besser aus der Distanz

Trotzdem führten die Rister nach zehn Minuten noch mit 24:19 und auch der zweite Abschnitt begann verheißungsvoll, als sich Linus Hoffmann im Anschluss an Maksim Gorbachovs Fehlwurf im Dreikampf mit zwei Münsteranern den Abpraller erkämpfte, zum Korbleger hochstieg, den Ball versenkte und dabei gefoult wurde. Der fällige Freiwurf erbrachte einen Zusatzpunkt.

Ein 9:0-Lauf der Westfalen in der Mitte des Viertels drehte die Begegnung dann aber: Zur Halbzeit stand es 42:46 aus Sicht der Wedeler. Stück für Stück wirkte sich die Verteidigungsumstellung der Münsteraner aus und auch im Angriff entfalteten die Gäste ihre ganze Klasse: Sie versenkten starke elf ihrer Dreierwürfe – von den Hausherren landeten nur drei von 24 Distanz-Versuchen im Korb.

Johannes Speckner

Nach mehreren Bundesliga-Spielen für die Hamburg Towers trug Justus Hollatz (rechts) nun wieder das Rist-Trikot. Hier trifft er auf den Münsteraner Oliver Pahnke.
 

Diese Entwicklung setzte sich im dritten Durchgang fort: Die Wedeler verloren langsam, aber sicher den Anschluss – ab der Mitte des dritten Abschnitts bestimmten die Gäste Spiel und Gegner. „Wir sind gerade noch zu sehr abhängig davon, offensive Erfolgserlebnisse zu haben“, analysierte Barloschky nicht nur das Geschehen am Tag vor Heiligabend, sondern auch in einigen der vorangegangen Partien.

„Sobald wir eine Führung abgeben und der Gegner einen Lauf hat, werden wir passiv und spielen anders, als wir vorher agiert haben.“ Dass sich sein Team „noch zu leicht aus Konzentration und Spielstil herauszubringen“ lasse, sei natürlich auch dem niedrigen Durchschnittsalter geschuldet.

Am 28. Dezember steht das nächste Training an

„Es ist einfach so, dass die Spieler noch nicht so gefestigt sind – aber wir glauben an diese Mannschaft und wollen sie so jung haben, deswegen müssen wir jetzt daran ganz hart arbeiten“, lautete Barloschkys weihnachtlicher Appell.

Der Plan für die kommenden Tage sieht eine Weihnachtspause bis zum Montag, 28. Dezember, vor. Dann beginnt die Vorbereitung auf das erste Spiel im neuen Jahr, in dem es am Sonntag, 3. Januar 2021, gegen die Iserlohn Kangaroos geht, und die Rister Akteure schnuppern wieder Hallenluft ...

von 24. Dezember 2020, 14:15 Uhr

Wedel | Kurzzeitig Hallenluft schnuppern durfte am Mittwochabend (23. Dezember) eine Anhängerin des SC Rist Wedel. In der Halbzeitpause wurde die Steinberg-Halle gelüftet, so dass die Sympathisantin, die das Geschehen wegen des Corona-bedingten Zuschauer-Verbots eigentlich durch die große Fensterfront verfolgte, mehr als nur einen Blick riskieren konnte. Als d...

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