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Wedel-Schulauer Tageblatt

20. September 2017 | 22:22 Uhr

„Barlach go young“: Ran an die Praxis

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Foto, Graffiti, Rap, Rebel-Art, Installation: Fünf Workshops für Jugendliche / Kunstwerke werden im Zuge des Museums-Projekts ausgestellt

„Barlach go young“: Die ersten Schritte sind getan, um Werk und Wollen des alten Sohns der Rolandstadt zu entstauben, in die Jetzt-Zeit zu bringen und darüber Jugendliche für das Thema Kunst und Kunstrezeption zu begeistern. 17 Schüler haben Phase 1 des Projekts durchlaufen, das Heike Stockhaus, Geschäftsführerin des Ernst-Barlach-Museums, in Zusammenarbeit mit der FH Wedel konzipiert und organisiert hat.

In 24 Unterrichts-Stunden haben sie erfahren, wie Kunst verstanden und vermittelt wird, was Künstler-Profile sind, wie Projekte organisiert und unter PR-Aspekten begleitet werden, wie zu diesem Zweck Blogs und Webseiten entstehen. Am Sonnabend endet mit einem letzten Workshop ihre Grundausbildung als Museumsbotschafter. Dann folgt Phase 2: Es wird Kunst gemacht, und die soll dann auch an den Betrachter gebracht werden.

Noch am Sonnabendabend wollen die Kultur-Azubis nicht nur mit ihrem eigens entwickelten Blog online gehen. Sie werden auch die „Barlach go young Agentur“ ins Leben rufen. Sie soll drei Abteilungen habe: Organisation, PR und eben Kunst.

Letztere zeichnet vor allem für die direkten Rezipienten-Kontakte verantwortlich. Idee: Schüler führen Schüler, gern aber auch Erwachsene. Etwa durch die aktuelle Lüpertz-Ausstellung im Barlach-Museum, vom 5. bis 9. Mai. Die beiden anderen Abteilungen sind die, die jetzt direkt in den Praxisteil von Phase 2 starten. Die Orga-Leute kümmern sich um eine eigene Ausstellung, die PR-Abteilung bewirbt sie und begleitet den Prozess, in dem überhaupt erst das entsteht, was ausgestellt wird: fünf Workshops, offen für jedermann zwischen 14 und 18 Jahren.


Anmeldungen bis 7. April


Besondere Vorkenntnisse oder Begabungen sind nicht erforderlich. Es reicht die Lust, sich mit dem Projekt-Thema „Haben oder Sein“ kreativ auseinander zu setzen. Etwa bei Joscha Schell, der den Fotografie-Workshop leitet. Oder unter Anleitung von Johann Lucht, der für Graffiti und Streetart steht und dessen Kunst aus der Dose mancherorts in Wedel zu bewundern ist. Der Wedeler Rhythmus- und Reimakrobat „Der Dodo“ leitet den – klar – Rap-Workshop. Für Rebel-Art oder Aktionskunst steht Julia Wandel. Und Marit Gromus führt die Teilnehmer an Installationskunst heran.

Alle Workshops sind auf zehn Stunden angelegt, der erste beginnt Mitte April (siehe Kasten). Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldung bis 7. April über das Barlach-Museum. Was dann am Ende bei den Kreativarbeit rauskommt, wird präsentiert. Öffentlich, im Show-Room, irgendwo in Wedel, im Zeitraum Mai / Juni. Wobei Stockhaus bereits die Kulturnacht am 17. Mai nutzen möchte, um „sichtbar zu machen, was schon sichtbar ist“ vom „Barlach go young“-Projekt.

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